Zeil am Main

Fränkisches Zwiebelorakel prophezeit: 2020 wird heiß und nass

Zu gut 67 Prozent hat das Zwiebelorakel von Kurt Markert aus Unterfranken für 2019 gestimmt: Für 2020 sagt die Zwiebel auch wieder trockene Monate voraus, aber es gibt auch Regen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Gewissenhaft streut Kurt Markert nach alter Sitte den Teelöffel Salz in die Zwiebelschale. Monat für Monat muss man das so machen. Foto: privat
Gewissenhaft streut Kurt Markert nach alter Sitte den Teelöffel Salz in die Zwiebelschale. Monat für Monat muss man das so machen. Foto: privat
+1 Bild

Man kann's kaum glauben, aber das Zwiebelorakel des Zeilers Kurt Markert hatte wieder zu großen Teilen Recht - wie oft auch in den Vorhersagen für die letzten elf Jahre. Eines der trockensten Jahre seit Jahrzehnten liegt hinter uns, Markert konstatiert: "Mit 67 Prozent" lag das Orakel richtig.

Zugegeben, in manchen Monaten gab die Zwiebel mehr Regen vor, als wirklich fiel, aber mehrheitlich zeigten die Zwiebelschalen auf den Monatssegmenten durchaus große Trockenheit an.

So funktioniert das Zwiebelorakel

Wie funktioniert das Zwiebelorakel? Altes Brauchtum, sagt Kurt Markert, das er durch unseren Bericht über die Bambergerin Irene Hottelmann-Schmitt vor Jahren kennenlernte.

Man braucht eine Unterlage, auf der die zwölf Monate wie auf einer Uhr in zwölf Segmenten angeordnet sind; dann schneidet man eine (Bio-)Zwiebel aus dem eigenen Garten in zwölf Teile und legt jeweils eine schöne Schale auf die Unterlage.

Zu Mitternacht an Silvester kommt in jede Zwiebelschale ein kleines Löffelchen Salz. Jetzt brauchen die Zwiebeln Ruhe, denn über Nacht zieht jede Schale mehr oder weniger Wasser - und genau das ist so bedeutsam, denn die Menge des Zwiebelwasser zeigt Regen oder Hitze an.

Kurt Markert analysiert die Vorhersage 2019 entsprechend seiner Aufzeichnungen:

  • Januar (laut Vorhersage Zwiebel nass): Es gab 21 Tage Regen/Schnee; also lag das Orakel zu 88 Prozent richtig
  • Februar (leicht nass): acht Tage mal Regen, mal leicht nass, also zu 70 Prozent richtig
  • März (Zwiebel übergelaufen): 20 Tage Regen; 75 Prozent richtig
  • April (leicht feucht): sechs Tage Regen; trocken bis 26 Grad; also 90 Prozent richtig
  • Mai (Zwiebel voll Nässe): 18 Tage Regen, zwölf Tage trocken, kühl, feucht; 80 Prozent richtig
  • Juni (Zwiebel total nass): acht Tage Regen/Gewitter, sehr heiß zwischen 30 und 38 Grad; also nur zu 25 Prozent richtig
  • Juli (Zwiebel trocken): fünf Tage Gewitter, bei einem Gewitter bis zu 40 Liter Regen, sehr heiß, bis zu 40 Grad, also 100 Prozent richtig
  • August (Zwiebel trocken, kleine Salzgriesel): sechs Tage Regen/Gewitter, sehr heiß, bis zu 35 Grad; zu 100 Prozent richtig
  • September (Zwiebel total nass): neun Tage Regen/ein Gewitter, sehr trocken; also nur zu 20 Prozent richtig
  • Oktober (Zwiebel trocken) 15 Tage Regen, sonst sehr trocken, also 50 Prozent richtig
  • November (Zwiebel total nass): 18 Tage Regen, sehr nass, also 80 Prozent richtig
  • Dezember (Zwiebel sehr nass): 18 Tage Regen, sehr nass, also zu 90 Prozent richtig

Wie wird nun das Wetter 2020? Eine Frage, die sich Markert gerade in der Nacht zum neuen Jahr mit einigem Kribbeln im Bauch stellt. Eine wichtige Frage immerhin für alle Garten- und Naturfreunde.

Die Prognose für 2020: Was die Zwiebeln vorhersagen

  • Januar: kalt und trocken
  • Februar: Schnee und Regen, feucht
  • März: feucht mit Regen und Schnee
  • April: feucht; Aprilwetter
  • Mai: trocken, schönes Maiwetter
  • Juni: feucht, mal Regen, mal Sonne
  • Juli: nass und feucht; Gewitter
  • August: heiß und trocken, Badewetter
  • September: trocken und warm; Badewetter
  • Oktober: trocken, „Goldener Oktober
  • November: trocken und kalt
  • Dezember: trocken und kalt

Rezept: Fränkischer Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen und dazu ein Glas Federweißer. Hier findet ihr ein Rezept für Zwiebelkuchen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren