Höchstadt a. d. Aisch
Infrastruktur

Wohnungsbau in Höchstadt: 32 Reihenhäuser für Höchstadt-Süd

Die Tage des ehemaligen Edeka-Marktes am Greiendorfer Weg sind gezählt: Auf der versiegelten Fläche sollen 32 Reihenhäuser entstehen, die vor allem für junge Familien gedacht sind. Probleme könnte der Wasserschutz machen.
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Der leer stehende Edeka-Markt am Greiendorfer Weg soll abgerissen werden. Auf der Fläche sollen 32 Reihenhäuser entstehen. Foto: Franziska Rieger
Der leer stehende Edeka-Markt am Greiendorfer Weg soll abgerissen werden. Auf der Fläche sollen 32 Reihenhäuser entstehen. Foto: Franziska Rieger

Leer stehende Geisterhäuser gibt es in Höchstadt einige. Eines könnte sich bald von einem gruseligen Leerstand in ein dringend benötigtes Wohngebiet wandeln: Der ehemalige Edeka-Markt am Greiendorfer Weg soll abgerissen werden. "Es ist ein städtebaulicher Gewinn, dass dieser Schandfleck beseitigt wird", sagt Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Seit der Edeka-Markt im Herbst 2015 dort weggezogen ist, steht das Gebäude leer.

Schon lange habe die Stadt versucht, Interessenten für das Grundstück zu finden, sagt Brehm. Dass sich auf dem Grundstück wieder Einzelhandel ansiedelt, sei aber nicht die erste Wahl gewesen. "Eine Wohnbebauung ist wesentlich wichtiger und zu favorisieren."

Neuer Eigentümer

Und dieser Wunsch scheint nun geglückt. Vor einiger Zeit ist das Grundstück in neue Hände gegangen. Neuer Eigentümer ist die Firma HBP Wohnbau aus Erlangen, ein Gemeinschaftsunternehmen der Sontowski & Partner Group und der Unternehmensgruppe Mauss. Die möchte den alten Edeka abreißen und auf einer Fläche von rund 7500 Quadratmetern 32 Reihenhäuser bauen.

"Wir übergeben die Häuser im schlüsselfertigen Zustand", sagt Dietrich Reiter, Geschäftsführer der Firma HBP Wohnbau. Soll heißen: Die Häuser sind ausgestattet mit Garten und Terrasse. Außerdem sollen 20 Carports und 28 Stellplätze für Autos gebaut werden. 150 bis 300 Quadratmeter sind für ein Grundstück eingeplant. "Wir sind die Alternative zur Dreizimmer-Wohnung", sagt der Geschäftsführer.

Rund 350 000 Euro soll ein Grundstück kosten. Die Häuser sollen bevorzugt zum Kauf angeboten werden und weniger zur Vermietung. "Es kann natürlich sein, dass jemand kauft und dann vermietet", sagt Reiter.

Mit derzeit günstigen Möglichkeiten für Darlehen will die Firma vor allem junge Familien ansprechen. Reiter rechnet damit, dass der alte Edeka über den Winter abgebrochen wird und im Frühjahr 2020 mit dem Neubau begonnen werden kann. In der nächsten Stadtratssitzung müssen die Räte erst einmal über die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplanes abstimmen.

Aus gewerblicher Nutzung soll ein allgemeines Wohngebiet werden. Erst dann kann das weitere Beteiligungsverfahren starten, bei dem Behörden ("Träger öffentlicher Belange") und Öffentlichkeit ihre Stellungnahmen in die Bauleitplanung einbringen.

Hochwasserbereich grenzt an

Bürgermeister Brehm rechnet damit, dass beim Wasserschutz Abstriche gemacht werden müssen. Denn die Fläche grenzt an einen Hochwasserbereich. Das vor dem Edeka-Markt stehende Wohnhaus soll saniert werden, damit es sich in die restliche Bebauung einfügt. Ebenso müsse geprüft werden, ob ein solches Wohngebiet in die Mischbebauung vor Ort passt, sagt Brehm. Dass mit den Reihenhäusern kompakt gebaut wird, sei im Hinblick auf Flächenverbrauch "ökologisch sinnvoll".

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