Höchstadt a. d. Aisch
Umzug

Wieder Leben in der Alten Schranne in Höchstadt

Anfang Dezember will Patrizio D'aniello sein Lokal Saporito in der Höchstadter Innenstadt neu eröffnen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der große Gastraum des künftigen Saporito im Gebäude Alte Schranne ist schon fast bezugsfertig.  Foto: Andreas Dorsch
Der große Gastraum des künftigen Saporito im Gebäude Alte Schranne ist schon fast bezugsfertig. Foto: Andreas Dorsch
+6 Bilder

"Wenn ein Wille da ist, geht alles", sagt Patrizio D'aniello. Der 41-jährige Italiener ist seit gut 20 Jahren in Höchstadt und gerade dabei, die Gasträume im ehemaligen Hotel "Alte Schranne" wieder herzurichten. Anfang Dezember will er hier sein Restaurant "Saporito" neu eröffnen, das er jahrelang im ehemaligen Wölker-Bräu in der Oberen Brauhausgasse betrieben hatte.

Dort sei es für ihn nicht mehr gegangen und so suchte er zusammen mit Lebensgefährtin Aneta Popik neue Räume, wollte aber unbedingt in der Höchstadter Innenstadt bleiben. Da kam das Angebot von Bürgermeister Gerald Brehm (JL) gerade recht. Die Stadt hatte den denkmalgeschützten Hotelgasthof unweit vom Stadtturm erworben. Brehm wollte den Italiener in Höchstadt halten und bot den Gaststättenbereich im Erdgeschoss der Schranne zur Nutzung an.

Elegante Lösung

"Es nimmt langsam Struktur an", freut sich Patrizio D'aniello. Einen längerfristigen Pachtvertrag hat er mit der Stadt geschlossen, Anfang Dezember will er eröffnen und ist zuversichtlich, diesen Termin halten zu können. Mit rund 50 Plätzen in der Gaststube und 20 in einem Nebenraum hat D'aniello mehr Kapazitäten als in seinem alten Lokal.

Schon wenn er die Eingangstür öffnet, soll der Besucher beeindruckt sein, sagt der Gastronom, der die Einrichtung an den Stil des Hauses anpasst. Bereits im Eingangsbereich wird es einige massive Holztische mit Lederhockern geben. D'aniello kündigt nicht nur dafür eine elegante Lösung an.

Für die notwendigen Erneuerungen in den Bereichen Elektro und Sanitär sei es gelungen, ortsansässige Firmen zu finden, die sehr flexibel agierten und bezahlbare Lösungen fanden, freut sich Bürgermeister Brehm. Bewusst habe man darauf geachtet, nicht in die Bausubstanz des denkmalgeschützten Anwesens einzugreifen. Es handle sich mehr oder weniger nur um Verschönerungen. Die Wände in der Küche bekamen neue Fliesen, die Kücheneinrichtung zieht mit um.

Fischgeschäft nebenan

Bürgermeister Brehm sieht in den Aktivitäten nach jahrelangem Dornröschenschlaf den "Beginn der Wiedernutzung der Alten Schranne". Die Nutzung bleibt aber vorerst einmal aufs Erdgeschoss beschränkt. In die Räume neben der Gaststätte soll das schon länger angekündigte Fischgeschäft einziehen.

Um die Hotelzimmer im Obergeschoss wieder zu beleben, sei ein Gesamtkonzept nötig, das auch mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden muss. Dafür müsse in die Bausubstanz eingegriffen und auch Baupläne erstellt werden. Bis das Konzept steht, werde man wohl zwei Jahre brauchen, meint der Bürgermeister.

Schneller ließen sich aber die Hotelzimmer in einem zum Alte-Schranne-Anwesen gehörenden Nebengebäude wieder beleben. Obwohl jahrelang nicht genutzt, sind die Zimmer noch in einem guten Zustand. Brehm schwebt ohnehin vor, hier im Zentrum von Höchstadt ein Hotel speziell für Fahrrad-Touristen einzurichten. Der Zugang zu diesem Nebengebäude würde über den Innenhof erfolgen, den Patrizio D'aniello ebenfalls für sein Restaurant Saporito nutzen könnte.

Das gesamte Areal ist jetzt im Eigentum der Stadt, einschließlich einer kleinen Gartenfläche hinter dem Nebengebäude.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren