Höchstadt a. d. Aisch

Wie wächst Höchstadt?

Der Entwurf des neuen Flächennutzungsplans sieht für die nächsten 15 Jahre 64 Hektar Wohn- und 50 Hektar Gewerbegebiete vor. Jetzt soll diskutiert werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Für die Erweiterung des Wohngebiets Häckersteig ist hier noch jede Menge Platz.  Foto: Andreas Dorsch
Für die Erweiterung des Wohngebiets Häckersteig ist hier noch jede Menge Platz. Foto: Andreas Dorsch
+2 Bilder

Wo in Höchstadt künftig neue Baugebiete entstehen, wo sich Betriebe niederlassen können und wo Natur und Kulturlandschaft unberührt bleiben, ist im Flächennutzungsplan festgelegt. Noch gilt der alte Plan aus dem Jahr 1997. Nachdem dieser schon 18 Mal geändert wurde, wird derzeit für das gesamte Stadtgebiet ein neuer erstellt. Der soll festlegen, wie sich Höchstadt bis ins Jahr 2037 städtebaulich entwickelt.

Den ersten Entwurf eines neuen Flächennutzungsplanes präsentierte am Montagabend in der Stadtratssitzung Ingenieur Georg Schreiber vom Höchstadter Planungsbüro Valentin Maier. Der Plan geht von einem weiter expandierenden Höchstadt mit neuen Wohn- und Gewerbegebieten aus.

Der seitens der Verwaltung für die Sitzung vorgesehene Aufstellungsbeschluss wurde auf Antrag von CSU-Sprecher Alexander Schulz und dessen SPD-Kollegen Andreas Hänjes erst einmal vertagt. Die beiden sehen noch Besprechungsbedarf und hätten gerne noch eine Klausurtagung wie vor einem Jahr, in der der Stadtrat die Eckpunkte für den neuen Flächennutzungsplan festlegte.

Öffentlichkeit muss beteiligt werden

Eine solche Klausur gehe aber nur mit Beteiligung der Öffentlichkeit, sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) mit Verweis auf eine Kritik der Rechtsaufsicht. Jetzt soll der Planentwurf in einer Bürgerversammlung am 6. Februar um 19 Uhr in der Aischtalhalle vorgestellt und diskutiert werden.

Der von Georg Schreiber vorgestellte Plan enthält 50 Hektar neue Gewerbeflächen und 64 Hektar für neue Wohnbaugebiete. Nach Abzug von Straßen und Grünflächen hält Schreiber 640 Bauplätze für möglich. Der Flächenbedarf müsse allerdings ausreichend begründet werden, meinte Schreiber, prognostizieren Statistiker Höchstadt für die Zukunft doch eine leicht rückläufige Bevölkerungsentwicklung. Für Bürgermeister Brehm komme das daher, dass der Bedarf an Bauland und die langen Wartelisten nicht mit in die Prognosen einfließen.

Schreiber geht von einem Planungshorizont von 15 Jahren aus. 2022 könnte der Plan genehmigt sein, bis 2037 wäre er dann gültig. Für die Wohnbebauung enthält der Entwurf "erhebliche Flächen". Die liegen vorwiegend im Bereich Häckersteig und in Etzelskirchen. Auch in vielen kleineren Ortsteilen ist Bauland im Plan vorgesehen. Neue Gewerbeflächen sind im Birkachgrund zwischen Etzelskirchen und Medbacher Kreisel und südlich der B 470 am westlichen Ortsrand geplant.

Flächen mit Eigentümern abgestimmt

Schreiber berichtete in der Sitzung aber auch von brach liegenden Flächen, die die Eigentümer nicht für eine Überplanung zur Verfügung stellen. Dafür seien die ausgewiesenen Flächen mit den Eigentümern abgesprochen. Für die Verwaltung sei das "ein riesiger Aufwand gewesen", sagte Brehm und kündigte jetzt schon an, dass der neue Flächennutzungsplan am Ende nicht so aussehen wird, wie ihn der Stadtrat ins Genehmigungsverfahren schickt. Nach der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürger würden Flächen wohl reduziert.

Der Entwurf ist für Brehm ein Masterplan, der auf den Ergebnissen der Stadtrats-Klausurtagung vor einem Jahr beruht. Ausgewiesen wurden nur Bereiche, die sich die Planer mit Chancen auf Genehmigung vorstellen können. Jetzt sollen die Bürger mitreden, sagt Brehm. Sein Ziel sei "gesundes Wachstum auf ökologischer Basis".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren