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Herbststurm

Sturmwarnung: Herbststurm "Herwart" fegt mit starken Orkanböen über Franken

Sturmwarnung in Deutschland: Ein heftiger Herbststurm trifft am Wochenende auf Franken. Orkanartige Böen könnten für Behinderungen sorgen.
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Die Menschen in Deutschland sollen während des Sturms zuhause bleiben, wenn möglich. Foto: Boris Roessler dpa
Die Menschen in Deutschland sollen während des Sturms zuhause bleiben, wenn möglich. Foto: Boris Roessler dpa

Das Wetter in Bayern ist am Wochenende ungemütlich. Am Samstag ist über Nordeuropa ein Orkantief entstanden, das auch auf Deutschland, Bayern und Franken trifft. An den Küsten im Norden Deutschlands wird vor einer Sturmflut gewarnt.

Doch in Bayern wurde eine Warnung ausgesprochen. Deshalb sollten die Menschen in Unter-, Mittel- und Oberfranken laut Deutschem Wetterdienst (DWD) den Wald meiden, Abstand zu Gebäuden und Stromleitungen halten und Bahnreisende müssen mit Zugausfällen rechnen. Nach Angaben der Polizei riss der Sturm in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Bäume um. Auf den Straßen kam es dadurch am Sonntagmorgen zu Verkehrsbehinderungen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Die Deutsche Bahn in Teilen Deutschlands den Zugverkehr komplett eingestellt. Auch Strecken in Franken sind betroffen. Alle Informationen zu Sturmschäden in Franken.

Mit "Herwart" wird am Sonntag bereits der dritte Herbststurm des Jahres erwartet. Sein volle Kraft dürfte er nach Angaben des DWD in Deutschland im Laufe des Sonntag s entfalten. In Franken sind den Meteorologen zufolge die Regionen Mittelfranken und Oberfranken.

Nach Erkenntnissen des fränkischen Wetterexperten Stefan Ochs werden wir zwischen Ansbach, Nürnberg, Bamberg, Würzburg und Hof ganz schön durchgeschüttelt.


Vor allem Sonntagmorgen wird es stürmisch

Am heftigsten wird es am Sonntagmorgen zwischen 4 Uhr und 11 Uhr. Dann können Sturmböen Beaufort 10 aus West bis Nordwest auftreten. Zum Teil soll es zu Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern kommen. In Wunsiedel wurden bereits Geschwindigkeiten von 103 Stundenkilometer gemessen.

Am Sonntagmorgen fällt zeitweise Regen, der wegen den starken Böen fast waagerecht durch die Luft gepeitscht wird. Die Temperaturen schwanken um 10 Grad.

Es wird vor herabfallenden Ästen und umgestürzten Bäumen gewarnt. Jeder, der zu dieser Zeit nicht unbedingt raus muss, sollte Zuhause bleiben.

Nach Einschätzung von Ochs wird es aber erst richtig ernst ab Beaufort 11 und die Wahrscheinlichkeit dafür ist nur gering.

Der West- bis Nordwestwind nimmt bis zum Maximum am Sonntagmorgen ziemlich gleichmäßig zu und danach lässt er auch recht gleichmäßig wieder nach. Am Mittag hört der Regen auf und die Sonne kommt heraus. Zugleich beginnt der West- bis Nordwestwind allmählich nachzulassen.

 


Herwart soll nicht ganz so schlimm wie Xavier werden


Voraussichtlich fällt "Herwart" nicht ganz so stark aus wie "Xavier" Anfang Oktober. Das Fortschreiten des Herbstes könnte zudem dazu beitragen, dass er weniger zerstörerisch wirkt als sein Vorgänger: Die Bäume tragen weniger Laub als vor vier Wochen und bieten damit weniger Angriffsfläche. Vor allem im Norden und Osten Deutschlands sind Spaziergänge oder Frühsport im Wald dennoch gefährlich.

Die Deutsche Bahn teilte am Samstag mit, es bestehe die Möglichkeit, dass es ab dem frühen Sonntagmorgen zu Einschränkungen in den vom Sturm betroffenen Gebieten kommt. Alle für Sonntag gekauften Tickets könnten binnen 4 Wochen kostenlos storniert oder umgetauscht werde.

In Sölden in Österreich wird wegen des Sturms der Riesenslalom der Herren abgesagt. Die Meteorologen erwarten auf dem Rettenbachgletscher einen Sturm mit orkanartigen Böen und Schnee. Für Felix Neureuther und die anderen Techniker beginnt der Olympia-Winter damit erst mit dem Slalom in Levi am 12. November. Ob und wann der abgesagte Riesenslalom von Sölden nachgeholt wird, war zunächst unklar.

 

 

 


Es folgen weitere Tiefs


Weitere Tiefs folgen mit ihren Ausläufern in der nächsten Woche nach. Meist ist es bewölkt und regnerisch. Zwischendurch gibt es einzelne Aufheiterungen. Die Temperaturen liegen bei 8 Grad. Der Wind weht weiterhin aus West- bis Nordwest. Vorübergehend ist er nur schwach bis mäßig, ab Dienstag gibt es dann wieder starke Böen. Nach einem erneuten Sturm sieht es aber nicht aus.

In den Nächten zum Montag und zum Dienstag kühlt es bis nahe 0 Grad ab. In windgeschützten Lagen kann geringer Frost auftreten.

 

 

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