Erlangen
Kirchweih

Wenn ab Donnerstag mal wieder der Berg ruft...

Zum 259. Mal findet heuer die Erlanger Bergkirchweih statt. Am Donnerstag um 17 Uhr will der neue Oberbürgermeister Florian Janik erstmalig das erste Fass für Frankens schönstes Bierfest anstechen.
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Hau den Lukas gibt es am Berg auch. Hier wird aber nichts gewonnen, sondern kräftig aufgebaut.
Hau den Lukas gibt es am Berg auch. Hier wird aber nichts gewonnen, sondern kräftig aufgebaut.
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Am Donnerstag ist es soweit. Die 259. Bergkirchweih wird um 17 Uhr starten. Es ist ein Berg, der mit vielem altbewährtem punktet, aber es ist auch ein Berg, bei dem es viel Neues zu entdecken gibt.

Exakt um 17 Uhr wird die erste Neuerung den Menschen auffallen. Denn die vergangenen 18 Jahre war es Siegfried Balleis, der mit in der Regel drei Schlägen das erste Fass angestochen und damit jeweils die Kirchweih eröffnet hat. Heuer steht zum ersten Mal auf dem Podest der "Neue". Florian Janik wird sich, zumindest was die Anzahl der Schläge angeht, an seinem Vorgänger messen lassen. Vermutlich gleichlautend wird der Eröffnungssatz sein, der schon Jahrhunderte über den Festplatz schallt: "Hiermit eröffne ich die Erlanger Bergkirchweih!"

Zwölf Tage lang feiern

Und es wird wiederum nicht am "traditionellen Anstich ort" zum Festakt kommen. Weder Entlas- noch Erich-Keller dienen als Bühne. Vor dem Henninger-Keller wird das Fass um 17 Uhr angestochen worden sein. Unangefochten bleibt die Länge des Berges. Zwölf Tage, bis zum 16. Juni, erwarten die 18 Festwirte und rund 100 Schausteller- und Imbissbetriebe wieder rund eine Million Besucher aus Nah und Fern.

Auch wenn der eine oder andere Bergfan es bedauert: Die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Jeweils von 10 bis 23 Uhr hat das Festgelände geöffnet. An den Sonn- und Feiertagen geht es ab halb zehn los. Sollten die bisherigen Wettervorhersagen eintreffen, weiß der Profi am Berg, dass bereits um 9.30 Uhr ein großer Teil der Plätze vergeben sein wird. Insofern heißt es beim Frühschoppen auch "Früh wecken".

Denn trotz der etwa 15 000 Sitzplätze auf den Kellern und in zwei großen Festzelten wird es nicht nur an Pfingsten zu Engpässen am Berg kommen. Um diesen einigermaßen Herr zu werden und Sicherheit am Berg zu bieten, gibt es weitere Veränderungen für die Sicherheit.

Am Erich-Keller wurde das Musikpodium verlegt, um den Gehweg offen zu halten. Direkt neben dem Podium wurde eine neue Treppe gebaut, um bei eventuellen Evakuierungsmaßnahmen einen schnellen Ablauf zu gewährleisten. In der Kritik steht allerdings die Nähe der Treppe zur neuen Bühne, aber auch die Steilheit des Sicherheitswegs.

Bier in Hülle und Fülle

Das kommunale Ordnungs- und Straßenverkehrsamt vermeldet auch organisatorische Neuerungen im Bereich einer etwas anderen "Sicherheit". Am Pfaffweg wurde eine weitere Damentoilette gebaut. Generell gelte, wie die Jahre zuvor: Gefährliche Gegenstände, Hunde und Getränke in Flaschen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht zur "Kerwa" mitgebracht werden.

Sicher, wie das "Amen in der Kirche" ist der nicht-sinkende Bierpreis. Acht Euro pro Maß sind zu entrichten. Wer sich umschaut und genau hinschaut, kann neben den zwei Erlanger Brauereien Steinbach und Kitzmann sowie den beiden Großbrauereien Tucher (Fürth) und Mönchshof (Kulmbach) auch noch ein paar kleinere Spezialitätenbiere entdecken. Ein Tipp: Ganz am Ende des Vergnügungsarmes wartet ein besonderes dunkles Bier auf den Gast.

Unübersehbar seit zwei Wochen ist das Wahrzeichen des Berges: das Riesenrad. Mit 55 Metern ist es das größte transportable Riesenrad Europas. Es ist das Fahrgeschäft, das wegen des platzbenötigenden Aufbaues als erstes kommt und als letztes den Berg verlässt. Neu ist laut Schaustellerverband und deren Pressesprecher Dieter Germann das Fahrgeschäft "Top Spin", bei dem sich die Besucher in einer Gondel um die eigene Achse drehen.
Eltern sollten sich den 12. Juni

vormerken: Am Familientag gibt es bis 20 Uhr Preisermäßigungen für die jungen Kirchweihbesucher. Ein "Berg"-Gottesdienst lädt am 15. Juni, 9 Uhr, auf den Erich-Keller ein.
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