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Weisendorf
Einweihung

Weisendorfer Hortkinder sind raus aus dem Keller

Die Mittagsbetreuung für Weisendorfer Schüler hat neue Räume im sanierten Grundschulgebäude bekommen.
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Die Gäste der Einweihungsfeier zeigten sich sehr angetan von den neuen Räumen. Fotos: Richard Sänger
Die Gäste der Einweihungsfeier zeigten sich sehr angetan von den neuen Räumen. Fotos: Richard Sänger
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Zehn Jahre lang fristeten die Weisendorfer Hortkinder ein Kellerdasein, denn sie waren "provisorisch" im Untergeschoss der Grundschule I im Reuther Weg untergebracht. Mit der Lebenshilfe als Träger hatte die Hortbetreuung schon 1998 im Kindergarten im Ortsteil Buch begonnen, 2003 war eigentlich der Einzug der Hortgruppe in den neuen Kindergarten Gerbersleite geplant. Weil dort aber die Nachfrage nach Kindergartenplätzen viel größer als gedacht war, zogen die Hortkinder "vorübergehend" in den Keller der Schule.

Die Chance, das Kellerdasein zu beenden, kam dann mit der Grundsanierung des Schulgebäudes am Reuther Weg. Der Gemeinderat sagte der Lebenshilfe neue Räume im Erdgeschoss zu. So entstanden im Zuge der Sanierung Sanitärräume, Küche, Essens- und Mehrzweckräume und ein Zimmer für die Leitung.
Es gibt inzwischen drei Hortgruppen mit 81 Plätzen, die alle belegt sind.

Lebenshilfe-Vorsitzender Ulrich Wustmann bestätigte jetzt bei der offiziellen Einweihung der neuen Räumen dem Markt Weisendorf nicht nur eine gute Zusammenarbeit, sondern auch ein vorbildliche Kinderbetreuung. Dies unterstrich auch die stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner (CSU), sich vom Gebäude und den neuen Räumen angenehm überrascht zeigte. "Weisendorf ist im Bezug auf die Kinderbetreuung gut aufgestellt", zeigte sich Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) überzeugt.

Mit dem Umbau des lang und emotional im Gemeinderat diskutierten Hauptschulgebäudes am Reuther Weg konnten nicht nur drei Hortgruppen sowie eine Bibliothek eingerichtet werden, auch die Schulverwaltung bezog renovierte Räume. Der damalige CSU-Bürgermeister und jetzige Landrat Alexander Tritthart hatte sich das Ziel gesetzt, das Gebäude energetisch zu sanieren und das schon im Jahr 2006 geplante Konzept umzusetzen.

Grüne wollten einen Abriss

Das Projekt wurde im Gemeinderat heiß diskutiert, die Fraktion der Grünen stellte einen Antrag auf Abriss und verweigerte folglich auch ihre Zustimmung zur Sanierung. Da die Mehrheit des Gemeinderats aber für die Sanierung war, wurde diese in drei Bauabschnitten durchgeführt. Begonnen wurde dann 2009 mit der Schulturnhalle und anschließend folgte das Schulgebäude.

Dabei kam es zu unvorhergesehenen Problemen bei den Decken, deren Tragfähigkeit von den Fachleuten nicht mehr mit letzter Sicherheit garantiert werden konnten. Das Gebäude wurde zudem an das nahe Heizwerk angeschlossen, die Außenanlagen wurden umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten der Sanierung bezifferte der Bürgermeister auf rund 2,5 Millionen Euro und für den Hort wurden zusätzlich etwa 750.000 Euro investiert. Bei einem Rundgang überzeugten sich die geladenen Gäste von einer gelungenen Sanierung.

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