Weisendorf
Kirchweih

Weisendorfer feiern Kerwa

Neben dem traditionellen Festumzug, dem Kerwasbaum-Aufstellen, viel Musik und dem Bieranstich gab es heuer zum ersten Mal auch eine ökumenische Andacht.
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Der Kerwa-Festzug, angeführt vom Posaunenchor. Foto: Richard Sänger
Der Kerwa-Festzug, angeführt vom Posaunenchor. Foto: Richard Sänger
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Nach dem furiosen Beginn mit dem Rockabend am Donnerstag folgte am Freitag der offizielle Auftakt der Weisendorfer Kirchweih, heuer zum ersten Mal mit einer ökumenischen Andacht unter der Friedenslinde vor der evangelischen Kirche. Seit Jahren lädt der Markt Weisendorf die Vereine und Bürger zum Freibierausschank auf den Marktplatz ein.

Pfarrer Franz Reus und sein evangelischer Amtskollege Wilfried Lechner-Schmidt erinnerten unter der 147 Jahre alten Friedenslinde an den Ursprung, die Weihe der Kirche. Früher sei es dabei wohl nicht so lustig und laut zugegangen, "aber die Kirchweih war schon immer ein Fest der Freude", sagte Lechner-Schmidt. Ursprünglich sei die Bevölkerung noch fest mit der Kirche verbunden gewesen, doch die Gesellschaft habe sich gewandelt und die Kirche habe nicht Schritt gehalten, meinte Lechner-Schmidt. Auch Franz Reus wünscht sich eine Erneuerung der Kirche. Sie müsse mehr auf die Menschen hören und sich ihrer Probleme annehmen, nur so könne sie gesunden.

Nach zwei Schlägen fließt das Bier

Auf dem Marktplatz gaben dann die Ortsburschen ihre ersten Kerwaslieder zum Besten und Festwirt Bastian Schumann hatte ein sehr widerspenstiges Fass mitgebracht. Nach vielen kräftigen Schlägen des Bürgermeisters Heinrich Süß floss dann das Freibier. Hinter dem Posaunenchor formierte sich dann der Festzug zum offiziellen Anstich. Im gut besuchten Festzelt spielten bereits die "Leutenbacher Musikanten". Das Fass zum offiziellen Anstich erwies sich als nicht so widerspenstig und nach zwei Schlägen wurden die Krüge zum ersten Prosit gefüllt.

Gefährlicher "Spaß"

Am Samstag hieß es nach den vorangegangenen langen Nächten bei den Weisendorfer Ortsburschen "zupacken", denn der Kerwasbaum musste in die Senkrechte gebracht werden. Das geschah unter "göttlicher Aufsicht", denn Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt befand sich unter den zahlreichen Zuschauern. Mit dabei auch Süß, der selbst anpackte. Allerdings leisteten sich Unbekannte ein absolutes "No-Go" und hatten das Seil eines Schwalbenpaares durchtrennt, was aber rechtzeitig bemerkt wurde. "Das ist kein Spaß mehr, sondern eine völlig hirnlose Tat", kommentierte der Bürgermeister.

Die Ortsburschen banden die Stangen neu und das Aufrichten konnte mit etwas Verzögerung weitergehen. Musikalisch unterstützt wurden die Ortsburschen vom Posaunenchor.

Oktoberfeststimmung

Für den Samstagabend hatte Festwirt Bastian Schumann mit "Die Münchner G'schichten" eine vom Oktoberfest und anderen großen Feiern bekannte Partyband verpflichtet.Für Leadgitarrist Sascha war Weisendorf geradezu ein Heimspiel, er bildet in Weisendorf seit Jahren Kinder und Jugendliche an der Gitarre aus. Die Band mit ihrer Sängerin Denise brachten am zünftige Oktoberfeststimmung nach Weisendorf.



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