Warmersdorf
Gemeinderat

Warmersdorfer müssen noch ein Jahr warten

Bei einem Förderantrag für ein geplantes Dorfgemeinschaftshaus fehlten Unterlagen. Deswegen muss heuer ein neuer Anlauf unternommen werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Richtung Kriegerdenkmal (rechts hinter dem Christbaum) soll der Anbau an das bestehende Gerätehaus angehängt werden. Nach hinten fällt das Gelände stark ab, so dass sich eine Unterkellerung anbietet.Evi Seeger
Richtung Kriegerdenkmal (rechts hinter dem Christbaum) soll der Anbau an das bestehende Gerätehaus angehängt werden. Nach hinten fällt das Gelände stark ab, so dass sich eine Unterkellerung anbietet.Evi Seeger
Über ein Gemeinschaftshaus für die Dorfgemeinschaft des Wachenrother Ortsteils Warmersdorf wird seit langem diskutiert. Vereine und Jugend suchen nach einem Treffpunkt und auch die Kirchweih könnte dort gefeiert werden. Noch gibt es in dem etwa 140 Einwohner zählenden Dorf ein Gasthaus. Ob es auf lange Sicht bestehen wird, darf jedoch bezweifelt werden.
Die nach Meinung der Warmersdorfer beste Lösung ist ein Erweiterungsbau an das bestehende Feuerwehrhaus. Um den Bau voranzubringen, hat sich schon vor längerer Zeit ein Arbeitskreis mit Beteiligung der örtlichen Gemeinderäte gebildet. Nun wäre alles ganz einfach, so die Marktgemeinde finanziell aus dem Vollen schöpfen könnte. Die Gemeindeväter müssen jedoch die Finanzen genau im Auge behalten, weshalb das Projekt immer wieder mal auf den Tisch kam. Im vergangenen Sommer tat sich dann mit dem ELER-Programm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums) ein neuer Fördertopf auf, den die Gemeinde für das Dorfhaus anzapfen will und dafür auch einen Antrag stellte.
Zu seinem Bedauern musste Bürgemeister Friedrich Gleitsmann (CSU) in der Sitzung bekanntgeben, dass das Projekt im aktuellen Förderprogramm nicht bedacht wurde. Die Förderung sei an dem fehlenden Energiegutachten gescheitert. Dieses ist nach den Förderrichtlinien notwendig und soll nachweisen, dass der Bau den neuesten energetischen Richtlinien entspricht. "Extrem ärgerlich" war der negative Bescheid für Johannes Schmid (SPD), Gemeinderat aus Warmersdorf. Seine Kritik galt vor allem dem beauftragten Planer. Er hätte auf die fehlenden Unterlagen aufmerksam machen müssen, so Schmid.
Thomas Schubert vom gemeindlichen Bauamt milderte Schmids Kritik: Es sei eine Frage der Zeit gewesen, der ganze Vorgang sei "mit heißer Nadel gestrickt" worden. Um den Bauantrag vorlegen zu können, musste er innerhalb kürzester Zeit beschlossen und genehmigt werden. Die Antragstellung sei genau in die Urlaubszeit gefallen. Ein Nachreichen der fehlenden Stellungnahme sei leider nicht möglich. Die Kommune will daher in diesem Jahr einen neuen Anlauf auf die Förderung nehmen, der dann hoffentlich erfolgreich ist.
Die beantragte Fördersumme wurde mit 230 000 Euro beziffert. Nach Planung soll dafür ein Anbau an das alte Feuerwehrhaus "angehängt" werden. Dadurch wird eine Doppelnutzung der Gemeinschaftsräume und sanitären Anlagen - sowohl für Feuerwehr als auch für die Dorfgemeinschaft - möglich. Aufgrund der Hanglage würde der Bau von hinten unterkellert und damit weiterer Lagerraum geschaffen.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren