Neugestaltung

Wachenroth soll schöner und ruhiger werden

Die Arbeiten im Ortskern von Wachenroth liegen voll im Zeitplan. Bürgermeister drängt auf Flüsterasphalt. Gastwirt hat Einbußen wegen der Baustelle.
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Der Ortskern von Wachenroth ist noch länger eine Großbaustelle.  Foto: Andreas Dorsch
Der Ortskern von Wachenroth ist noch länger eine Großbaustelle. Foto: Andreas Dorsch
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Am liebsten hätten die Wachenrother ja eine richtige Ortsumgehung, um den zeitweise mehr als dichten Verkehr aus dem Ortskern heraus zu halten. Vor allem wenn es sich auf der nahen A3 staut, geht auch auf der Bedarfsumleitung durch Wachenroth nicht mehr viel. Weil eine Ortsumgehung auf absehbare Zeit aber nicht in Sicht ist, hoffen die Anwohner, durch die Umgestaltung ihrer Ortsmitte auf Beruhigung.

Das soll durch die Verbesserung der Verkehrsführung erreicht werden, sagt Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (CSU). Seit Juni ist die Ortsdurchfahrt Baustelle. Die Staatsstraße wird ausgebaut und bekommt eine neue Trasse. Neu gestaltet wird auch der Einmündungsbereich der Kreisstraße.

Mit dem Umbau rückt die Hauptstraße im Norden und Süden weiter von den Häusern weg und schafft Platz für Gestaltung, beispielsweise für Außenbestuhlung bei der Gastronomie. Bauherr ist die Gemeinde, zuständig für die Staatsstraße ist aber das Staatliche Bauamt in Nürnberg. Dort drängt Gleitsmann auf Flüsterasphalt, "solange wir ohne Umleitung leben müssen".

Seit 2007 beschäftigt sich Wachenroth mit der Dorferneuerung. Die Umgestaltung der Ortsmitte ist jetzt die größte Maßnahme. Sie ist inzwischen auf 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Bürger werden dafür aber nicht zur Kasse gebeten. Ein Umstand, der laut Gleitsmann anfängliche Kritiker mittlerweile verstummen ließ.

Von Anfang an für die Planung war Ronald Wächtler. Er wohnt in der Kurve an der Einmündung der Kirchstraße. An dieser Engstelle haben Lastwagen im Begegnungsverkehr immer Probleme und müssen anhalten, was zu größerer Lärmbelästigung führt. Das sollte nach dem Ausbau Vergangenheit sein.

Nicht so glücklich über die lange Baustelle ist Gastwirt Georg Martin, Inhaber vom "Grünen Baum". Er muss deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Heßdorfer Firma Leipold liegt mit ihren Arbeiten voll im Plan. Der östliche Ast der Hauptstraße soll bis Ende dieses Jahres fertig werden, der westliche im kommenden Sommer. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten an der Straße abgeschlossen sein. Dann stehen die Randbereiche an.

Die Verschönerung von Wachenroth geht aber weiter. Es folgen unter anderem die Neugestaltung der Kirchstraße und des Bereichs vor der Schule.



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