Wachenroth
Abschied

Vorerst letzter Mühlen-Markt

Der Weihnachtsmarkt in der Kleinwachenrother Mühle war wieder ein großer Erfolg. Trotzdem wird es den Markt im nächsten Jahr nicht geben.
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Am Stand der Wachenrother Kita "Villa Kunterbunt” wurde verkauft, was Väter und Mütter zuvor gebastelt hatten.  Fotos: Evi Seeger
Am Stand der Wachenrother Kita "Villa Kunterbunt” wurde verkauft, was Väter und Mütter zuvor gebastelt hatten. Fotos: Evi Seeger
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Stimmungsvoller geht es kaum: Unter dem Motto "Einstimmen und genießen" hatte die Familie Lange in die Kleinwachenrother Mühle am ersten Adventswochenende wieder zum Weihnachtsmarkt eingeladen.

Die historische Mühle in ihrem weihnachtlichen Glanz war die ideale Kulisse zur Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit. Entsprechend zahlreich waren die Besucher, die den Zauber dieses malerischen Ensembles genießen wollten. Durch ein "Tor" aus zwei Holzfeuern betraten die Besucher den großzügigen Hof des alten Mühlenanwesens. Dort sorgten Stände für das leibliche Wohl: Glühwein, gebrannte Mandeln, Wildbratwürste, Flammkuchen, frische Langos, Feuerzangenbowle oder Kesselgulasch wärmten bei den winterlichen Temperaturen auf. In der historischen Scheune verbreiteten die kunstgewerblichen Angebote weihnachtlichen Zauber. Geschmackvolles aus Glas und Keramik, individueller Schmuck, liebevoll gefertigte Handarbeiten, Floristik, Kerzen und Kränze, geschmiedetes Eisen und Weidengeflecht waren da zu finden.

Lieder stimmen ein

Die Wachenrother Kita "Villa Kunterbunt" verkaufte an ihrem Stand Basteleien, die allesamt die Eltern der Kinder selbst hergestellt hatten. Am späten Nachmittag stimmte "Die kleine Dorfmusik" aus Wachenroth mit traditionellen und modernen Liedern auf die Weihnachtszeit ein. Nach Einbruch der Dunkelheit besuchte der Nikolaus den Weihnachtsmarkt. Für die kleinen Besucher hatte der himmlische Bote so manch kleine Überraschung dabei.

Um so trauriger dürfte es alle großen und kleinen Liebhaber dieses besonderen Weihnachtsmarktes stimmen, dass es der - vorerst - letzte gewesen sein soll. "Wir brauchen mal eine Pause", sagt Irmgard Lange auf Nachfrage des FT. Seit elf Jahren nehmen sie und ihr Mann unterstützt von einigen freiwilligen Helfern Organisation und Durchführung auf sich. "Auch die Dorfmusik - die wir als Verein ja brauchen, sonst würden wir das gar nicht schaffen - war mit einer Pause einverstanden." Gäste, Aussteller oder auch Helfer dürften diese Entscheidung auf keinen Fall falsch verstehen: Es hätte immer Spaß gemacht und auch die Zusammenarbeit habe immer gut geklappt. "Wir haben so liebe Gäste und tolle Aussteller", schwärmt Lange. Trotzdem sei es eine aufwendige, arbeitsintensive Sache. So könnten alle Helfer im nächsten Jahr mal durchschnaufen und sich auf besinnliche Tage freuen. "Wie es dann weiter geht, wird sich ergeben", so Irmgard Lange. Denkbar wäre natürlich, 2021 einfach wieder weiter zu machen. Oder komplett aufzuhören. Aber auch eine Verkleinerung oder Veränderungen sind möglich. "Da lassen wir uns selber überraschen."

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