Adelsdorf
Jubiläum

Von den Kindern niedergeschmust

Die Kindertagesstätte "Villa Regenbogen" in Adelsdorf gibt es seit 25 Jahren. Ehemalige Kinder von dort sind nun Erzieherinnen, der ehemalige Bürgermeister erinnert sich an eine bewegte Zeit.
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Marina Fleischmann, Leiterin der Kita Villa Regenbogen freute sich über den regen Zulauf.
Marina Fleischmann, Leiterin der Kita Villa Regenbogen freute sich über den regen Zulauf.
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"Langeweile" dürfte ein Wort sein, das in Adelsdorf am Samstag zu keiner Zeit gefallen sein wird, gab es doch im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Kindertagesstätte "Villa Regenbogen" in der Pommernstraße viel zu erleben. Aufgezogen wie ein Rockfestival mit entsprechendem Festivalbändchen war der Event mit Foodtrucks und großem Rahmenprogramm wie zum Beispiel dem Kindermusiker "Geraldino" ein Erlebnis für Jung und Alt.

Obwohl: Im Mittelpunkt standen definitiv die bodennahen Gewächse, kaum oder noch nicht den Windeln entwachsen. Marina Fleischmann, Leiterin der Kita, begrüßte zusammen mit den Kindern bei perfektem Wetter das gut gelaunte Publikum. Bürgermeister Karsten Fischkal und Altbürgermeister Ewald Münch, in dessen Amtszeit die Kita entstanden war, fanden nur lobende Worte, sowohl für die Einrichtung, als auch der Entstehung derselben.

"Zwei Jahre vor dem Bau des Kindergartens gab es den Babyboom", erzählte Münch. Und Fischkal erinnerte sich noch gut an seine Zeit als "Kleiner". Er wurde noch von Nonnen betreut. Gestartet war die Villa Regenbogen mit zwei Gruppen, mittlerweile sind es fünf. Drei Kindergartengruppen mit zusammen 65 Kindern und zwei Krippengruppen mit 24 kleinen Krabblern.

Emotionales Lied

Emotional wurde es als mit Stephanie Kretschmann und Rita Leyh zwei Urgesteine die Bühne betraten. Beide sind seit der Gründung der "Villa Regenbogen" an Bord. Kretschmann, die mittlerweile den Posten als pädagogische Leiterin innehat, kam erst gar nicht zu Wort, wurde sie doch sofort von den Kindern niedergeschmust. Unvergesslich dürfte ihr das Ständchen bleiben, welches ihr die Kurzen brachten. Zu den Klängen von "Geboren um zu leben" gab es einen neuen Text, unter anderem mit den Zeilen "Seit 25 Jahren bist du jetzt hier, die Kinder von heute danken es dir", der Kretschmann zu Tränen rührte.

"In guten Zeiten, Hände zu halten, das schaffen alle, in schwierigen Zeiten nicht loszulassen, das können nicht alle", bringt sie die Arbeit ihrer Kolleginnen in den 25 Jahren auf den Punkt. Was auch das Motto der "Villa Regenbogen" zu sein scheint, welches Marina Fleischmann mit "Hand in Hand" wiedergibt.

Aber auch der Elternbeirat, der einen wichtigen Grundstock bildet, wurde nicht vergessen. Karsten Fischkal überreichte Julia Günther einen Umschlag, denn: "Geld kann man immer brauchen". Julia Firsching-Vay vom Elternbeirat bedankte sich für die vielen Kuchenspenden. "Die Einnahmen aus Kaffee und Kuchen kommen den Kindern zugute", erklärte sie, "Wir planen, ein Spielhaus im Garten anzuschaffen."

Sandra Willert und Eva Meewes vom Elternbeirat verkauften zudem ein Kochbuch, dessen Inhalt von Mitgliedern des Elternbeirats, Kindern, Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Sponsoren bestritten wurde und Lust aufs Nachkochen und Nachbacken macht. Auch wurden Ziegel und Glasfenster mit flotten Sprüchen gestaltet und zum Verkauf angeboten. Aber auch Eis, was Finn und Jona Brauer mit verschmierten Gesichtern gleich demonstrierten. Beides Zöglinge der "Villa Regenbogen" im Übrigen, Finn im Kindergarten, Jona in der Krippe. Sabrina Hubert ist mit Leon vor Ort, der 2020 Mitglied werden wird, in Form eines Krippenkindes. Bereits in der Krippe ist Lizzy Hollfelder, ihre Schwester Sophie hingegen hat den Kindergarten bereits hinter sich gebracht.

Modern geblieben

Bürgermeister Karsten Fischkal beeindruckt vor allem der Flair, den die Einrichtung verströmt. "Trotz der 25 Jahre wirkt sie nicht alt, sondern noch immer modern. Jeder Kindergarten muss wachsen", erklärt er. "Und dieser hier ist erwachsen geworden. Es ist eine Oase für Kinder."

Marina Fleischmann resümiert, dass Familien nicht mehr nur ein oder zwei Kinder haben, "Die Tendenz geht hin zum dritten Kind". Sie beschreibt es als "Mut zum Kind". Was Karsten Fischkal mit einem "2014 hatten wir 36 Geburten, 2018 waren es dann schon 95" bestätigt. Im Herbst startet der Neubau von vier weiteren Krippengruppen, der im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein soll. Untergebracht wird die muntere Kinderschar solange in Modulen, welche auf dem Gelände des Skater-Parks aufgestellt werden, wie Heike Zahnleiter, Abteilungsleiterin für soziale Dienste berichtet.

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