Erlangen
Ansprache

Volker Bouffier beim CSU-Neujahrsempfang in Erlangen

Zu ihrem Neujahrsempfang hatte die lokale CSU Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier eingeladen.
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Volker Bouffier (Mitte) wurde gestern von der Spitze der CSU Erlangen und Erlangen-Höchstadt begrüßt. Von Links: Stefan Müller, Ute Salzner, Joachim Herrmann, Walter Nussel, Alexandra Wunderlich und Bezirkstagspräsident Richard Bartsch. Fotos: Pascale Ferry
Volker Bouffier (Mitte) wurde gestern von der Spitze der CSU Erlangen und Erlangen-Höchstadt begrüßt. Von Links: Stefan Müller, Ute Salzner, Joachim Herrmann, Walter Nussel, Alexandra Wunderlich und Bezirkstagspräsident Richard Bartsch. Fotos: Pascale Ferry
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Von Berlin ging es gleich nach Erlangen. Nach den Vorgesprächen zu Koalitionsverhandlungen fanden sich Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen und stellvertretender Vorsitzender der CDU, Joachim Herrmann, bayrischer Innenminister, sowie Stefan Müller, MdB, beim Neujahrsempfang der CSU ein. Dieser fand am Sonntag erstmalig in der runderneuerten Mensa der Universität am Langemarckplatz statt.

Die Gäste wurden herzlich von der Erlanger Kreisvorsitzenden und Stadträtin Alexandra Wunderlich, von Walter Nussel, MdL, und von der Höchstadter Stadträtin Ute Salzner begrüßt.


Innenminister mit "Nahles-Virus"

Zu der gut besuchten Veranstaltung fanden sich viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ein. Herrmann und Bouffier begeisterten ihr Publikum mit launigen Ansprachen. So scherzte Herrmann, der leicht erkältet war, er habe sich wohl den "Nahles-Virus" eingefangen. Von den Ideen der SPD habe man sich aber nicht anstecken lassen, versicherte er. Auch in diesem Jahr wolle man Bayern voranbringen, und sich nicht vor der Verantwortung wegducken.

Herrmann sprach Themen an, die vielen Bürgern am Herzen liegen: Der Wohnungsbau sei gerade hier in der Region ein ganz wichtiges Thema, für das einige Milliarden an Wohnbauförderung vorgesehen seien. Auch der Ausbau der Verkehrswege sowie der Lärmschutz, etwa in Erlangen-Bruck, seien nach wie vor akut.


Uni und Klinikum stärken

Außerdem stünde dieses Jahr die 275-Jahr-Feier der Universität an, hier müsse man die Weichen für die weitere Zukunft stellen. Der Ausbau des Klinikums müsse mit Investitionen unterstützt werden.

Walter Nussel, Abgeordneter für Erlangen-Höchstadt im Landtag, griff dieses Stichwort auf und unterstrich die Herausforderungen in der Pflege, besonders auf dem Land.

Gastredner Bouffier unterhielt die Anwesenden auf das Beste: "Ich bin gerne zu euch gekommen. Was hätte ich auch sonst heute Morgen machen sollen? Ich habe diese Woche mehr Zeit mit Joachim und Stefan verbracht, als jeder von uns mit seiner Frau.".

Bouffier bedauerte, dass eine Jamaika-Regierung nicht zustande kam, "denn dies wäre eine Chance gewesen, für etliche Jahre gut zu regieren". Gut gelaunt verglich er die Bundesländer Bayern und Hessen in ihren Leistungen und teilte den einen oder anderen Seitenhieb in Richtung FDP und SPD aus. Das Schlusswort hatte Stefan Müller, Kreisvorsitzender von Erlangen-Höchstadt.

Die Vergleiche zwischen Bayern und Hessen aufgreifend, betonte er: "Bayern ist das stärkste Land in Deutschland." Und: "Volker, ihr dürft gerne nach dem Brexit die Banken nach Frankfurt holen, aber die Technikunternehmen und die Start-ups, die holen wir nach Erlangen." Müller wünschte viel Erfolg für das Wahljahr 2018. Denn nicht nur in Bayern, sondern auch in Hessen wird im Herbst gewählt.
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