Niederndorf
Projektwoche

Viele kleine Zauberlehrlinge in Niederndorf

Die Niederndorfer Schule verwandelte sich in ein Zauberseminar. Zum Finale wurden die Tricks präsentiert.
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Ein Klassiker: Casablanca zaubert ein Häschen aus dem Zylinder.  Fotos: Richard Sänger
Ein Klassiker: Casablanca zaubert ein Häschen aus dem Zylinder. Fotos: Richard Sänger
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Eine Woche lang war die Cunz-Reyther-Schule für die Zauberkunst reserviert. Nicht Rechnen, Schreiben, Sport, sondern Zauberstab, Kartentricks und Zaubersprüche standen in dieser Woche auf dem Stundenplan.

"Guten Morgen Herr Zauberer", schallte es jeden Tag durch die Cunz-Reyther-Grundschule in Niederndorf, oft auch mehrmals am Tag, als Zauberer Casablanca alias Rudolf Hoffmann die Schule betrat. Denn eine Woche lang nahm die gesamte Schule an einer Projektwoche teil und endete am Freitag in dem vom Elternbeirat und Förderkreis organisierten Schulfest. Diesmal aber waren die Schüler nicht die Zuschauer. Vielmehr beherbergte die Schule über jede Menge Zauberlehrlinge.

Dass "Casablancas" Programm richtig gut ankam, konnte man bei einer Übungsstunde in der Turnhalle deutlich sehen. Gebannt verfolgten die "Zauberlehrlinge", wie der Mann mit Zylinder mit Würfeln, Fäden, Spielkarten und vielen weiteren Requisiten trickste. Verwunderten Blicken folgten überraschte und begeisterte Gesichter, wenn der Künstler die Magie Schritt für Schritt aufdeckte.

Emsige Zauberlehrlinge

Jede Jahrgangsstufe übte altersgemäße Zauberkunststücke ein und es bildeten sich "Zaubergemeinschaften". Am Freitagnachmittag waren dann Eltern, Großeltern und Geschwister eingeladen, um sich die Vorstellungen der Kinder anzusehen. Und nicht nur die Zuschauer waren beeindruckt, die Kinder hatten in der kurzen Zeit wirklich was auf dem Kasten! Die Lehrer moderierten die Shows, die sie die Woche über mit den Schülern einstudiert hatten. Und im Publikum war so mancher offene Mund zu sehen und viele Fragezeichen in den Gesichtern: "Wie haben die das nur gemacht?" So entstanden das magische Quadrat, es wurden Seil- und Würfeltricks für das große Finale eingeübt. "Sie müssen Geld in die Zauberschachteln werfen und Sie bekommen es garantiert nicht mehr zurück", forderte Rektorin Heidi Forisch die Eltern und Besucher auf.

Seiltrick mit Nele und Tim

Bevor die "Zauberei" begann, gaben die Kinder "Zauberlieder" zum Besten und Casablanca und seine Zauberlehrlinge Nele und Tim führten im Pausenhof vor großem Publikum einen Seiltrick vor. So knüpfte Casablanca aus einem Seil eine Strickleiter, schnitt mit der Schere die Knoten heraus und als Nele und Tim an den Enden zogen, war das Seil wieder intakt und bestand aus einem Stück.

Das große Finale der Projektwoche bildeten die Zaubervorführungen in den Klassenräumen und in der Turnhalle. Jedes Kind zeigte einen eigenen Zaubertrick. Durch die Jahrgangsmischung in den Gruppen bekamen die Zuschauer die ganze Vielfalt des Zauberprogramms geboten. Der Freitag entpuppte sich als ausgesprochener Glückstag: Das Wetter spielte mit, die Resonanz war hervorragend und die Tricks funktionierten wie am Schnürchen. "Die Kinder sind begeistert", erzählt Schulleiterin Heidi Forisch. Besonders die "Aha-Erlebnisse", wenn der Zauberer während der Workshops seine Tricks offenbart, seien einmalig. Und die Rektorin erklärt: Das Zaubern mache nicht nur Spaß, sondern schule auch Konzentration, Geduld und Feinmotorik. Dabei lernten die Kinder automatisch, dass ohne Disziplin und Übung im Leben nichts funktioniert.

Großes Lob für den Zauberer

Die Lehrer waren sich einig: Es war eine schöne und lehrreiche Woche für alle Beteiligten. "Der Zauberer Casablanca verdient Lob und Respekt für die professionelle Vorbereitung, das durchdachte Konzept und die bereitgestellten Materialien", sagte die Rektorin und lud zum Applaus ein. Der Pausenhof war vom Förderkreis, Elternbeirat und Hausmeisterpaar zu einer Cafeteria umfunktioniert worden, in der sich alle bei Würstchen, Kaffee, Kuchen und Waffeln stärken konnten.

Wenn es nach den Kindern gehen würde, wäre nächste Woche noch einmal Zauberwoche.

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