Vestenbergsgreuth
Verzögerung

Vestenbergsgreuther Kläranlage wird erst 2019 saniert

Die Sanierung der Vestenbergsgreuther Kläranlage im Talgrund bei Hermersdorf wird sich zeitlich verzögern.
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Die Teichkläranlage ist nicht mehr zeitgemäß. Foto: Paul Frömel (Archiv)
Die Teichkläranlage ist nicht mehr zeitgemäß. Foto: Paul Frömel (Archiv)
Im Herbst vergangenen Jahres gingen die planenden Ingenieure noch davon aus, dass im April 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann und die Maßnahme gegen Ende des Jahres zum Abschluss kommt.
In der Gemeinderatssitzung am Montag berichtete der planende Ingenieur Georg Schreiber, dass der Zeitplan nicht einzuhalten sei. Schuld daran ist wohl ein Maßnahmenstau bei den für die Genehmigung zuständigen Behörden. Alle Unterlagen sind laut Schreiber bereits bei den Behörden eingereicht. Jedoch werde es dauern, bis das Genehmigungsverfahren, Auslegung und Ausschreibung durchgeführt sind. Schreiber geht daher davon aus, dass in diesem Jahr allenfalls noch die Vorarbeiten für den Umbau der Kläranlage ausgeführt werden können. Der eigentliche Baubeginn werde sich auf 2019 verschieben.


Die Erlaubnis läuft aus

Notwendig wird die Sanierung, weil die wasserrechtliche Erlaubnis zum Ende dieses Jahres ausläuft. Wie Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) im November erläuterte, hält er die Zeit der Teichkläranlagen - um eine solche handelt es sich in der Marktgemeinde - für begrenzt. Deshalb will die Marktgemeinde "in die Zukunft hinein" auch für die nachfolgende Generation planen.

Mit der Sanierung wird die Teichkläranlage in eine "technische Anlage" umgerüstet. Herzstück wird ein kreisrundes "Kombibecken" mit einem Durchmesser von 28 Metern sein. Zur Behandlung des Rohschlamms wird eine Schlammpresse stationiert. Die Kosten für die Umrüstung und Modernisierung der Kläranlage wurden im Herbst auf 1,9 Millionen Euro geschätzt. Beim derzeitigen Boom im Baubereich sei nicht damit zu rechnen, dass die Ausführung der Maßnahme im nächsten Jahr günstiger wird.

Eine weitere Maßnahme im Abwasserbereich wurde in der Sitzung auf den Weg gebracht. Um gezielt ableiten zu können, sei die Marktgemeinde in verschiedene Wasserrechtsbereiche aufgeteilt, erklärte Bürgermeister Lottes gegenüber dem FT. Mehrere Bescheide, so auch der für Hermersdorf, würden in diesem Jahr auslaufen. Um eine neue Genehmigung zu erhalten, sei der Bau eines Regenrückhaltebeckens zur Auflage gemacht worden. Der Grunderwerb für die Maßnahme sei bereits durchgeführt. Zum Bauantrag für die Errichtung des Regenrückhaltebeckens wurde in der Sitzung das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Gemeinde rechnet für die Maßnahme mit Kosten von etwa 40 000 Euro.


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