Vestenbergsgreuth
Haushalt

Vestenbergsgreuth plant Schaukelweg und Schulumbau

In Vestenbergsgreuth laufen mehrere kleinere und größere Projekte. Um alle Investitionen schultern zu können, muss die Gemeinde ihre Rücklagen angreifen.
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Auf der Rückseite des Rathauses wird der Einstieg zum Schaukelweg sein.     Foto: Evi Seeger
Auf der Rückseite des Rathauses wird der Einstieg zum Schaukelweg sein. Foto: Evi Seeger

Hinter dem Vestenbergsgreuther Rathaus zeichnet er sich schon ab: Dort entsteht der Einstieg in den geplanten Schaukelweg, auf dem künftig Jung und Alt Spaß an Bewegung und sportlicher Betätigung finden sollen. Für das attraktive Freizeitangebot stehen im diesjährigen Haushalt 243 000 Euro und weitere 50 000 Euro für die Spielplatzanlage zur Verfügung.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend wurde das von VG-Kämmerer Tobias Weiß erstellte Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von mehr als neun Millionen Euro gebilligt. Es sei jedoch lediglich ein Plan, von dem man abweichen, eine Leitlinie, an der man sich orientieren könne, gab Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) zu bedenken. Intensiv vorberaten hatte das Gremium den Etat bereits in der Klausurtagung im Februar. "Wir wollen weiterhin unseren soliden Stil beibehalten", betonte Lottes. Das bedeute, dass der Haushalt mancherlei Reserven beinhalte. Denn er arbeite "lieber mit Reserven als mit zu niedrigen Zahlen, um gegebenenfalls auf unerwartete Entwicklungen reagieren zu können", so Lottes.

Deshalb gebe es im Haushalt auch so genannte "Merkposten". Der Ansatz von 20 000 Euro für den "Mittelpunkt Franken" sei ein solcher Posten. Auch in diesem Jahr erscheine dieser Ansatz wieder, obwohl man nicht wisse, ob und wann er zur Ausführung komme. Anders beim Schaukelweg: Der Kernschaukelweg und die Station in Hermersdorf sind laut Lottes "bereits konkret". Auch die Förderung durch das Leaderprogramm scheint in trockenen Tüchern zu sein.

Einen Haushaltsansatz gibt es auch für die Sanierung der Freizeitanlage. Die Anlage arbeite mit positiven Zahlen, so das Gemeindeoberhaupt. Dass bei der Jahresrechnung unterm Strich ein Minus erscheine, liege an der regulären Abschreibung. Finanziert werden mit diesem Haushalt unter anderem die Sanierung von Brücken, die Erschließung des Baugebiets Unterwinterbach und die Kanalsanierung in der Dutendorfer Straße.

Kläranlage wird saniert

Wären noch die ganz dicken Brocken zu nennen, die die Marktgemeinde zum Teil schon geschultert hat. Der Abbruch der alten Halle und der Hallenneubau stehen 2019 noch mit knapp 890 000 Euro, der Umbau der ehemaligen Schule zum Mehrgenerationenhaus mit 828 000 Euro zu Buche. Die Außenanlage vor Halle und Mehrgenerationenhaus ist mit 400 000 Euro vorgesehen. Für die Sanierung der Kläranlage weist der vorliegende Haushalt 300 000 Euro aus. Insgesamt ist die Maßnahme auf mehr als zwei Millionen Euro veranschlagt.

Im Verwaltungshaushalt ist die Gewerbesteuer mit zwei Millionen Euro die wichtigste Einnahmequelle. Sie ist auch der Grund dafür, dass die Marktgemeinde seit Jahren keinen Cent an Schlüsselzuweisungen bekommt. Im Gegenzug muss der Kämmerer in diesem Jahr mehr als 1,4 Millionen Euro als Kreisumlage an den Landkreis überweisen. An Einkommensteuer werden Einnahmen von gut einer Million Euro erwartet.

Der Haushaltsausgleich ist dank der Entnahme aus angesparten Rücklagen ohne neue Kreditaufnahme möglich. Die Verschuldung pro Kopf der 1536 Einwohner lag zum Jahresende 2018 bei 346 Euro und damit weit unter dem Landesdurchschnitt. Im laufenden Haushaltsjahr soll sie weiter abgebaut werden und zum Jahresende 323 Euro betragen.

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