Herzogenaurach
Sicherheit

Verkehrsminister zeichnet Herzogenauracher Unternehmen aus

Verkehrsminister Andreas Scheuer zeichnete die Spedition Wormser als Sicherheitspartner der "Aktion Abbiegeassistent" aus.
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Hans Wormser erläuterte Andreas Scheuer (r.) und dem örtlichen Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (l.), wo in seinen Lkws die Kamera des Abbiegeassistenten eingebaut ist.   Foto: Richard Sänger
Hans Wormser erläuterte Andreas Scheuer (r.) und dem örtlichen Bundestagsabgeordneten Stefan Müller (l.), wo in seinen Lkws die Kamera des Abbiegeassistenten eingebaut ist. Foto: Richard Sänger

Dass mit der Spedition Wormser nun auch in Franken ein Speditionsunternehmen als bundesweiter Sicherheitspartner bei der "Aktion Abbiegeassistent" auftritt, ist ein wichtiges Signal an die Branche in der Region. "Das Thema Abbiegeassistent ist ein sehr ernstes Thema. Das liegt mir auch persönlich sehr am Herzen", erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bei einem Besuch in Herzogenaurach.

Die Spedition Wormser baut Abbiegeassistenten freiwillig in ihre Lkws ein und ist damit der 115. Sicherheitspartner der Aktion. Der Minister bedauerte bei der Übergabe, dass eine Ausrüstungspflicht national nicht regelbar ist und EU-weit erst ab 2022 für neue Fahrzeugtypen und ab 2024 für alle Fahrzeuge gelten wird. Deswegen sei das freiwillige Engagement von Unternehmen, Organisationen, Kommunen und anderen Einrichtungen umso wichtiger. Sowohl Unternehmen als auch öffentliche Stellen stünden angesichts der aktuellen Abbiegeunfälle in der Verantwortung, ihre Anstrengungen zur Steigerung der Verkehrssicherheit zu intensivieren.

Für das zivilgesellschaftliche Engagement für verkehrspolitische Themen und Verkehrssicherheit bedankte sich der Minister bei Hans Wormser. Die aktuelle Unfallstatistik zeige, dass in den Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit nicht nachgelassen werden dürfe. Unfälle mit Radfahrern oder Fußgänger würden nahezu täglich passieren und meist tödlich enden. "Damit will und kann ich mich nicht abfinden. Wir konnten die verpflichtende Einführung der Abbiegeassistenten in der EU zwar durchsetzen, aber leider nicht so schnell, wie wir das eigentlich wollten", bedauert Minister Scheuer. Die Bundesregierung habe dazu auch ein Förderprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro auf den Weg gebracht.

Bei der Spedition Wormser wurde 14 Fahrzeuge bereits mit Abbiegeassistenten ausgerüstet und 2020 werden weitere 40 Lkws den Abbiegeassistenten erhalten. Die umgerüsteten Fahrzeuge verfügen über ein 180-Grad-Kamera-Monitor-System. Setzt der Fahrer den Blinker, um nach rechts abzubiegen, sendet das System automatisch ein Bild von der gesamten rechten Fahrzeugseite auf einen Monitor ins Führerhaus. Damit gibt es beim Rechtsabbiegen keinen toten Winkel mehr.

Nach einer Statistik des Fahrradclubs ADFC sind im vergangenen Jahr bundesweit 34 Menschen bei Abbiegeunfällen ums Leben gekommen. "Sicherheit im Straßenverkehr hat oberste Priorität, für unsere Fahrer genauso wie für die Bürger. Nicht mehr fordern, sondern umsetzen ist die Devise", erklärte Hans Wormser dazu.

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