Lonnerstadt
Sachbeschädigung

Vandalismus - Lonnerstadt zahlt für die "Party"

Zwei zersplitterte Scheiben und damit eine Rechnung von mindestens 1200 Euro: Das ist die Hinterlassenschaft, die Unbekannte am Lonnerstadter Pavillon angerichtet haben. Der Bürgermeister hat die Polizei eingeschaltet.
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Glassplitter  auf dem ganzen Areal:  Chaoten haben - vermutlich am vergangenen Kerwawochenende -  die Scheiben am Lonnerstadter Aussichtspavillon  zerstört.   Bürgermeister Stefan Himpel hat  die Polizei gerufen und  Anzeige gegen Unbekannt gestellt.  Foto: Christian Bauriedel
Glassplitter auf dem ganzen Areal: Chaoten haben - vermutlich am vergangenen Kerwawochenende - die Scheiben am Lonnerstadter Aussichtspavillon zerstört. Bürgermeister Stefan Himpel hat die Polizei gerufen und Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Foto: Christian Bauriedel
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Vermutlich am vergangenen Wochenende, während die Lonnerstadter ihre Kirchweih feierten, haben sich ein paar Chaoten etwas abseits ausgetobt. Am Donnerstag, nachdem er davon erfahren hatte, stand Bürgermeister Stefan Himpel (FW) vor dem Scherbenhaufen.

Am Aussichtspavillon auf der Anhöhe in Nachbarschaft zum Sportgelände haben Unbekannte zwei der Scheiben eingeschlagen. Diese sind komplett zerborsten. Kleine Glaskörner liegen rund um sowie im Pavillon. Dass es sich wohl um eine private "Party" handelte, davon zeugen große Pizzakartons sowie Flaschen und Trinkbecher aus Plastik.

Reinigen muss nun der Bauhof

Es ist Himpels Vermutung, dass es wohl am Kerwawochenende passiert ist. "Vor der Kirchweih war das noch nicht", sagt er und schüttelt mit dem Kopf angesichts der blinden Zerstörungswut. Geschätzt 1200 Euro Schaden sind entstanden. Dazu kommt die Reinigungsarbeit. Der Bauhof hat das Areal vorerst abgesperrt.

Ob überhaupt neue Scheiben eingesetzt werden, das wolle er erst mit den Gemeinderäten besprechen, sagt Himpel. Es sei auch nicht das erste Mal, dass sich Vandalen dort betätigen. Es sei schon ein Lagerfeuer geschürt, Dachziegel herunter gerissen worden.

Neue Scheiben würden in dem Unterstand, in dem sich eine Bank und ein Tisch befinden, Sinn machen. Denn so grandios die Aussicht über den Aischgrund dort oben auch ist: Der Wind pfeift mächtig über den Hügel.

Gemeinde schaltet Polizei ein

Himpel will den Vandalismus nicht einfach so hinnehmen. Denn schließlich handelt es sich um das Geld der Kommune, mit dem der Schaden nun behoben werden muss. Deshalb hat Himpel die Polizei eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Das Geld ist das eine. Das andere ist die Arbeit, die sich die Naturfreunde damals gemacht haben. In mühsamer Eigenleistung haben sie den Pavillon 2011 angelegt. Finanziert wurde er aus EU-Mitteln.

Wer den Schaden angerichtet hat? Bestimmte Pappenheimer kenne er nicht, sagt Himpel. "Sagen wir so: Pensionäre waren das sicher nicht", so seine Vermutung. Hinweise von Anwohnern in der Siedlung ein ganzes Stück weiter unterhalb gebe es keine. Nun liegt die Sache also bei der Polizei.



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