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Erlangen
Viruserkrankung Covid-19

Corona-Krise: Uniklinik Erlangen will Corona-Testkapazitäten verfünffachen

Das Klinikum will mögliche Corona-Tests ausbauen. Auch die Zahl an Intensivbetten wolle man massiv erhöhen. Medizinstudenten melden sich freiwillig.
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Krisenvorbereitungen: Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor der Uniklinik (l.) und  Jürgen Schüttler, Direktor der Anästhesie, zeigten Erlangens OB Florian Janik (r.) eine innerhalb von einer Woche neu eingerichtete Intensivstation in der ehemaligen Schmerzambulanz. Franziska Männel/ Uniklinik
Krisenvorbereitungen: Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor der Uniklinik (l.) und Jürgen Schüttler, Direktor der Anästhesie, zeigten Erlangens OB Florian Janik (r.) eine innerhalb von einer Woche neu eingerichtete Intensivstation in der ehemaligen Schmerzambulanz. Franziska Männel/ Uniklinik

Das Universitätsklinikum Erlangen bereitet sich auf die Aufnahme einer größeren Anzahl stationärer und intensivpflichtiger Patienten vor. Das teilt die Pressestelle mit. Hier gibt es weitere Informationen zur Verbreitung des Coronavirus in Erlangen und im Kreis Erlangen-Höchstadt.

Der Klinikumsvorstand habe ein Sofortmaßnahmenpaket verabschiedet. Der Plan diene der Vorbereitung auf den zu erwartenden schnellen Anstieg der Zahl an Coronavirus-Patienten, der weiteren Versorgung von Notfallpatienten, onkologischen und chronisch kranken Patienten sowie dem Schutz der Mitarbeiter. "Damit sind wir dann hoffentlich gut auf die Coronavirus-Krise vorbereitet", sagt Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor der Uniklinik. g

Medizinstudenten melden sich

Alle Mitarbeiter seien sich ihrer besonderen Verantwortung der Lage bewusst. Zahlreiche Medizinstudenten hätten spontan ihre Hilfe angeboten. Die ersten 100 Studierenden seien zur Verstärkung der Stationsteams eingestellt worden.

Die Anzahl an möglichen Corona-Testkapazitäten solle auf die Schnelle durch den Einsatz eines Hochdurchsatz-Analysegeräts von derzeit 50 bis 100 pro Tag auf rund 500 pro Tag erhöht werden.

Der OP- und Ambulanzbetrieb des Uniklinikums werde seit einigen Tagen behutsam reduziert, verschiedene Bettenstationen werden ab Montag geschlossen. Aktuell gelte es, freie und neue Kapazitäten aufzubauen. "Notfälle, Schwangere, chronisch Kranke und onkologische Patienten sollen weiter wie gewohnt versorgt werden", versichert der Ärztliche Direktor.

Mit einem intensiven Schulungsprogramm sollen Pflegekräfte und Ärzte "für den Umgang mit Covid-19-Patienten bestmöglich vorbereitet werden", heißt es in der Mitteilung.

Kontrollen und Besucherstopp

Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise wurden auch strengere Sicherheits- und Hygieneregeln festgelegt: Die Haupteingänge der Kliniken in Erlangen werden von 18 bis 6 Uhr geschlossen. Zwischen 6 und 18 Uhr findet eine Eingangskontrolle von Patienten in Hinblick auf ihre Händedesinfektion und ihren Gesundheitszustand statt. Krankenbesuche am Uniklinikum sind untersagt. Davon ausgenommen sind die Besuche von engsten Angehörigen in der Kinder- und Jugendklinik und in der Geburtshilfe sowie Besuche bei Palliativpatienten.

"In der aktuellen Situation geht es jetzt darum, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst schnell einzudämmen. Deshalb ist es wichtig, dass alle Menschen aktuell ihre sozialen Kontakte möglichst reduzieren, um insbesondere ältere Patienten und andere Risikogruppen vor einer Infektion zu schützen", sagt Iro.

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