Höchstadt a. d. Aisch
Amtseinführung

Uni-Klinik stärkt Engagement im Höchstadter Kreiskrankenhaus

Das Kreiskrankenhaus in Höchstadt bekommt einen neuen Chefarzt für die Unfallchirurgie - und will das Defizit senken.
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Landrat Alexander Tritthart gratulierte Mario Perl zusammen mit Mitarbeitern und Ärzten des Kreiskrankenhauses zu dessen neuer Aufgabe in Höchstadt. Foto: Yannick Hupfer
Landrat Alexander Tritthart gratulierte Mario Perl zusammen mit Mitarbeitern und Ärzten des Kreiskrankenhauses zu dessen neuer Aufgabe in Höchstadt. Foto: Yannick Hupfer

Schon seit längerem kooperiert die Uniklinik in Erlangen mit dem Kreiskrankenhaus in Höchstadt.

Nachdem der alte Chefarzt der Erlanger Unfallchirurgie, Dr. Friedrich Frank Hennig, in den Ruhestand verabschiedet wurde, stellte Landrat Alexander Tritthart (CSU) seinen Nachfolger in Höchstadt vor.

Dr. Mario Perl übernimmt die Leitung der Unfallchirurgie in Erlangen und wird aufgrund der Kooperation auch verantwortlich für die Unfallchirurgie in Höchstadt.

Bei seiner Vorstellung sagte Perl, er sei positiv überrascht von Ausstattung und Personal in Höchstadt: "Hier gibt es eine besondere Zusammenarbeit." Man könne in Höchstadt viele Bürger versorgen, da das Krankenhaus ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten vorweist.

Gute Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum habe dazu beigetragen, vorher habe man aber auch schon eine "tolle Qualität" gehabt, wie der kaufmännische Leiter des Krankenhauses, Albert Prickarz, feststellte. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kliniken sei demnach sehr gut, man habe einen "kurzen Draht" in die Uniklinik. Landrat Tritthart untermauerte das: "Wir sind nicht irgendeine Zweigstelle." Trotzdem seien die Belegungszahlen deutlich gestiegen. In der Unfallchirurgie habe sich die Anzahl seit 2017 fast verdoppelt. "Wir sind nach wie vor selbstständig", erklärte Tritthart.

Defizit soll geringer werden

Der neue Chefarzt Mario Perl will einmal pro Woche in Höchstadt sein, die restlichen Tage ist er in Erlangen.

Jede zweite Woche plant Perl außerdem einen zweiten Tag im Kreiskrankenhaus dranzuhängen. Studiert hat der Chefarzt in Ulm, anschließend war er in den USA. Zuletzt arbeitete er in der Unfallklinik in Murnau. Außerdem hat Perl einen ständigen Stellvertreter in Höchstadt, ebenfalls ein Arzt aus der Uniklinik, der alle sechs Monate wechselt. Aktuell ist das Dr. Nina Renner.

Doch Perl möchte noch mehr: Eine weitere Assistenzarztstelle will er am Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt verankern. "Wir wollen unser Engagement hier deutlich ausbauen", sagte er bei der Vorstellung. So möchte man 24 Stunden, sieben Tage die Woche eine hohe Qualität sicherstellen.

Denn, so Landrat Alexander Tritthart, letztendlich hoffe man, dass durch die Zusammenarbeit mit der Uniklinik auch das Defizit des Kreiskrankenhauses geringer wird.

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