Uttenreuth
Feuerwehreinsatz

Nach schwerem Unfall: Feuerwehrmann aus Franken von Reaktion der Menschen im Stau überrascht

Nach einem schweren Busunfall kam es am Montag auf den Ausweichstrecken zum Verkehrschaos. Ein Feuerwehrmann aus dem Kreis Forchheim hat nun die Autofahrer gelobt.
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Der Unfall am Ortsausgang von  Uttenreuth Richtung Weiher führte zur Straßensperrung und Staus auf den Ausweuchstrecken. Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt
Der Unfall am Ortsausgang von Uttenreuth Richtung Weiher führte zur Straßensperrung und Staus auf den Ausweuchstrecken. Foto: Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt

Autofahrer bedanken sich nach Unfall bei Einsatzkräften. Feuerwehrmann lobt Verkehrsteilnehmer: Obwohl es nach dem schweren Unfall mit einem Linienbus in Uttenreuth am Montag (9. Dezember 2019) zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam, gab es vonseiten der leidtragenden Autofahrer keinerlei Kritik oder Missgunst deswegen. Im Gegenteil: Laut Einsatzleiter der zuständigen Feuerwehr haben sich viele Verkehrsteilnehmer sogar bei den Rettungskräften für deren Arbeit bedankt.

Am Montagabend hatte sich auf der Gräfenberger Straße in Uttenreuth (Kreis Erlangen-Höchstadt) ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen ereignet. Der Fahrgast eines Linienbusses wurde hierbei schwer verletzt.

Nach Busunfall in Franken: Autofahrer bedanken sich bei Einsatzkräften

Als Folge der Vollsperrung in Uttenreuth nach dem Verkehrsunfall mit einem Linienbus am Montagabend quälten sich endlos scheinende Kolonnen von Uttenreuth und Marloffstein kommend durch Rosenbach. Auch in die Gegenrichtung waren viele unterwegs, hatten aber auf den engen Straßen keine Chance, durchzukommen. Dies berichtet der Einsatzleiter der FFW Rosenbach, Axel Fork.

"So hat sich der Verkehr in beide Richtungen gegenseitig blockiert und es ging nichts mehr, weder vor noch zurück", verdeutlicht Fork. Im Einvernehmen mit einer hinzugekommenen Polizeistreife hat die Feuerwehr kurzerhand die genannten Straßen zu Einbahnstraßen erklärt mit der Folge, dass sämtliche Fahrer in Richtung Erlangen - auch, wer nur in die Nachbarorte wollte - zum Umwenden aufgefordert wurden. Sie wurden auf den Umweg über Neunkirchen am Brand, Effeltrich und Langensendelbach verwiesen. So haben sich die Staus auf den beiden Straßen nach etwa einer Dreiviertelstunde aufgelöst.

Verkehrsteilnehmer fallen positiv auf: Kein einziges Mal gehupt

"Angenehm aufgefallen ist dabei, dass es kein Gemaule und kein Gemotze gab, ob das denn wirklich sein müsse", schildert Axel Fork die Situation. Erstaunlich sei auch gewesen, dass während des Einsatzes über circa eineinhalb Stunden nicht ein einziges mal eine Hupe zu hören gewesen sei. Im Gegenteil: "Viele haben sich bedankt, dass wir im strömenden Regen herumgelaufen sind und so nach und nach den Knoten aufgelöst haben."

Ob das mit dem Zeitpunkt zusammenhing?, fragt sich der Rosenbacher Feuerwehrmann. Es dürfte nach seiner Einschätzung allgemein bekannt gewesen sein, dass bundesweit für 18 Uhr das Gedenken an den erschlagenen Feuerwehrmann in Augsburg angesetzt war.

Allerdings ohne die Feuerwehren vor Ort, wie Fork erläutert: "Wir wurden zehn Minuten vorher von der Integrierten Leitstelle Bamberg alarmiert und beauftragt, den Verkehr zu regeln." Die Kollegen aus Weiher, Uttenreuth, Buckenhof und Erlangen sowie Polizei und Rettungsdienste waren da bereits im Einsatz.

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