Höchstadt a. d. Aisch
Fahrerflucht

Nach Unfall: Zeuge verfolgt flüchtigen Autofahrer 7 Kilometer lang - und stoppt ihn schließlich

Überholmanöver trotz Verbot: Ein Autofahrer hat einen entgegenkommenden Lkw auf der B505 zur Vollbremsung gezwungen. Dieser krachte mit dem Wagen hinter ihm zusammen. Daraufhin ergriff der Unfallverursacher die Flucht. Einem Zeugen mit Zivilcourage ist es zu verdanken, dass er gestellt werden konnte.
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Zivilcourage bei einem Unfall: Ein flüchtender Unfallverursacher konnte durch die tatkräftige Mithilfe eines Zeugen gestellt werden. Symbolfoto: Patrick Pleul/ZB/dpa
Zivilcourage bei einem Unfall: Ein flüchtender Unfallverursacher konnte durch die tatkräftige Mithilfe eines Zeugen gestellt werden. Symbolfoto: Patrick Pleul/ZB/dpa

Ein 24-jähriger Autofahrer hatte es am Freitag, 25. Oktober 2019, gegen 18.35 Uhr eilig. Auf der B505 zwischen der Auffahrt zur A3 und der Anschlussstelle nach Limbach fuhr vor ihm ein Lkw. Obwohl auf der Strecke ein Überholverbot gilt und eine durchgezogene Linie sichtbar ist, setzte der 24-jährige Autofahrer zum Überholmanöver an, wie die Polizei mitteilte.

Folgenschwere Kettenreaktion

Ein entgegenkommender Lkw-Fahrer verhinderte den drohenden Frontalzusammenstoß nur mit einer Vollbremsung. Doch damit hatte der Fahrer des Autos hinter ihm nicht gerechnet und krachte dem Lastwagen ins Heck. Die 28-jährige Beifahrerin wurde bei dem Aufprall verletzt und musste vom Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Fahrerflucht auf der Autobahn

Der Unfallverursacher suchte nach dem Unfall schlagartig das Weite. Er raste weg von der Unfallstelle in Fahrtrichtung Bamberg. Ein aufmerksamer Zeuge, der hinter dem flüchtenden Auto fuhr, verfolgte ihn jedoch. Er versuchte ununterbrochen mittels Lichthupe und Warnblinkanlage, den Fliehenden zum Anhalten zu bewegen. Der 24-Jährige ignorierte diese Hinweise jedoch. Daraufhin ergriff der 26-jährige Zeuge die erste sich bietende Möglichkeit und überholte den Unfallverursacher. Nach einer Strecke von sieben Kilometern gelang es ihm, den 24-Jährigen auf einen Parkplatz zum Anhalten zu bewegen.

Insgesamt entstand ein Schaden von mindestens 15.000 Euro.

 

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