Höchstadt a. d. Aisch
Unfall

A3: Erst Lkw-Brand dann tödlicher Unfall - Autobahn war mehr als 24 Stunden dicht

Über 24 Stunden war die A3 Richtung Würzburg nicht normal befahrbar. Grund dafür war ein Lkw-Brand sowie ein tödlicher Auffahrunfall am Montag (09. Dezember 2019). Die Bergungsarbeiten zogen sich derart in die Länge, da auch der Asphalt erneuert werden musste.
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Update 11.12.2019: Verkehrschaos nach zwei schweren Unfällen - Autobahndirektion und Polizei mit langatmigen Einsatz

Am Dienstagmorgen gab es Entwarnung. Der Verkehr auf der vielbefahrenen A3 in Richtung Würzburg floss wieder. Davor gab es viel Arbeit für Polizei, Feuerwehr und Autobahndirektion.

Durch den Brand eines Lkws am frühen Montagmorgen musste die Autobahn zwischen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld gesperrt werden. Schnell bildete sich ein langer Stau im Berufsverkehr. Die Polizei schilderte eine weiträumige Umleitung über die A73 und A6 aus, die von den meisten Fahrern auch angenommen wurde, wie Rüdiger Thiem, Sprecher der Verkehrspolizei Erlangen berichtet.

Die starke Hitzeentwicklung durch das Feuer setzte dem Fahrbahnbelag so zu, dass er auf einer Fläche von 132 Quadratmetern ausgetauscht werden musste, teilte die Pressesprecherin der Autobahndirektion Nordbayern auf Anfrage der Zeitung mit. Durch die langen Bergungsarbeiten konnte erst am Nachmittag mit den Asphaltarbeiten begonnen werden. Am Montagabend dann wurde der Verkehr über den Standstreifen an der frisch asphaltierten Straße einspurig vorbeigeleitet.

Zu Kämpfen hatten die Einsatzkräfte auch mit der Rettungsgasse. Zu Beginn gab es noch keine Probleme bei den Rettungsgassen. Als die ersten Einsatzfahrzeuge am Brandort angekommen waren, machten vor allem Lkws die Gasse wieder zu, sagt der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, Sebastian Weber. Nachalamierte Kräfte wurden so am Durchkommen gehindert.

Update 10.12.2019, 09.15 Uhr: Verkehr fließt wieder normal

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, verläuft der Verkehr mittlerweile wieder störungsfrei auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg/Frankfurt

Update 10.12.2019, 06.30 Uhr: Weiterhin Verkehrsbehinderungen auf A3

Auf der A3 kommt es auch am Tag nach den zwei schweren Unfällen zu weiteren Verkehrsbehinderungen. Aufgrund von Fahrbahnausbesserungen und Reinigungsarbeiten ist die A3 zwischen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld in Richtung Würzburg nur über den Standstreifen befahrbar. Die Reparaturarbeiten sollen bis 9.00 Uhr andauern, wie verkehrsinfo.de mitteilt. Empfohlene Umleitung ist die U 88.

Update, 19.30 Uhr: A3 bis mindestens Mitternacht gesperrt

Nach dem Brand eines Lastwagens bleibt die A3 bei Höchstadt in Mittelfranken bis mindestens Mitternacht gesperrt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend mitteilte.

Ein Sprecher der Polizei ging am frühen Montagabend davon aus, dass der Grund Reparaturarbeiten an der Fahrbahn sind. Die Autobahn war am frühen Morgen wegen der Löscharbeiten in beide Richtungen gesperrt worden. Später wurde eine Fahrbahn freigegeben - von der Sperrung ist noch die Fahrtrichtung Würzburg zwischen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld betroffen.

Nach Angaben der Polizei war der 58 Jahre alte Fahrer des mit Autoteilen beladenen Lastwagens von der Fahrbahn abgekommen und an einer Leitplanke entlanggestreift. Dabei bemerkte er Funkenflug am Heck seines Fahrzeugs. Kurz nachdem der Fahrer ausstieg, brannte der Aufflieger komplett. Warum der 58-Jährige von der Fahrbahn abkam, blieb erst einmal unklar.

Im Zuge der Vollsperrung auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Mann ums Leben kam. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Stauende zu.

Update, 13 Uhr: Kleintransporter rast in Stauende - Fahrer stirbt

Im Rahmen der weiterhin bestehenden Vollsperrung auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg hat sich nun ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Mann ums Leben kam. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Stauende zu.

Der Mann fuhr mit seinem Kleintransporter gegen 10.30 Uhr auf das Stauende auf Höhe der Anschlussstelle Höchstadt-Ost auf. Wie die Polizei mitteilte, ist die Ursache des Unfalls noch ungeklärt. Der Mann war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs.

Der Fahrer des Sattelzuges wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Sattelauflieger auf den er auffuhr und der Kleintransporter wurden stark beschädigt.

Die Bergungsmaßnahmen dauern derzeit noch an. Die Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg bleibt wegen diesem Unfall, unabhängig von der Sperrung wegen des ausgebrannten Lkws, weiterhin gesperrt.

Wie lang die Bergung und damit die Sperrung andauern wird ist noch nicht bekannt. Autofahrer sollen das Gebiet weiträumig umfahren.

Update, 11 Uhr: Sperrung dauert weiterhin an - Rettungsgasse teilweise blockiert

Wie die Polizei mitteilt, fuhr ein 58-Jähriger zum Unfallzeitpunkt mit seinem Sattelzug in Fahrtrichtung Frankfurt. Zwischen Höchstadt-Ost und Schlüsselfeld kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und überquerte den Seitenstreifen. Wie Zeugen berichten, touchierte er ein Brückenwiderlager, lenkte zurück auf die Fahrbahn und kam auf der Überholspur zum Stillstand.

Durch die Berührung muss eine Kraftstoffleitung oder der Tank beschädigt worden sein, da der Lkw innerhalb kurzer Zeit in Vollbrand stand. Der Fahrer eines Kleintransporters konnte gerade noch ausweichen und prallte gegen die Schutzplanke. Beide Fahrer konnten sich in Sicherheit bringen und wurden nicht verletzt.

Der Sattelzug brannte komplett aus. Zur Löschung und Bergung wurden zunächst beide Richtungsfahrbahnen gesperrt. In Fahrtrichtung Würzburg/Frankfurt besteht die Sperrung weiterhin. Die Bergungsarbeiten dauern noch. Anschließend muss die Fahrbahn überprüft werden, ob diese ebenfalls beschädigt wurde.

Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, ist noch nicht absehbar. In Fahrtrichtung Nürnberg/Regensburg ist die Fahrbahn teilweise wieder befahrbar.

Die Rettungsgasse war zum Teil durch Lkws blockiert und erschwerte damit die Rettungs- und Bergungsarbeiten.

Update, 9.54 Uhr: Richtung Nürnberg Sperrung aufgehoben

Nach dem Brand eines Lkws dauern die Bergungsarbeiten weiter an. Mittlerweile ist in Fahrtrichtung Nürnberg die Sperrung aufgehoben. Nur noch der linke Fahrstreifen ist zwischen Schlüsselfeld und Höchstadt-Nord gesperrt. Über den Standstreifen wird der Verkehr geleitet. Eine Umleitung ist ebenfalls noch eingerichtet.

In Fahrtrichtung Würzburg bleibt die Fahrbahn weiterhin gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet.

Unfall auf A3: Sattelzug fängt Feuer

Am Montag (09.12.2019) gegen 03.33 Uhr wurde der Einsatzzentrale Mittelfranken der Brand eines Sattelzuges auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Höchstadt/Nord und Schlüsselfeld mitgeteilt.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam der 58-jährige Fahrer eines mit Autoteilen beladenen Sattelzuges aus noch ungeklärten Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab und streifte die Außenschutzplanke. Dabei bemerkte der Fahrer starken Funkenflug am Heck des Sattelzuges, kam zwischen der rechten und linken Spur zum Stehen und begab sich in Sicherheit.

Sattelzug mit Autoteilen brennt aus

Kurz darauf geriet der Auflieger in Vollbrand. Ein nachfolgender 64-jähriger Fahrer eines Kleintransporters wich, um nicht aufzufahren, nach links aus und prallte gegen die Mittelschutzplanke.

Beide Beteiligten blieben unverletzt. Die Höhe des Sachschadens kann aktuell noch nicht eingeschätzt werden.

Chaos am Morgen: A3 längere Zeit voll gesperrt

Die Lösch- und Reinigungsarbeiten dauern noch an. Dafür wurde die A3 in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wird kurz vor der Unfallstelle ausgeleitet. Nach deren Abschluss kann die Fahrbahn in Richtung Regensburg wieder frei gegeben werden. Die Sperre in Richtung Würzburg wird bis zur Bergung des Sattelzuges aufrechterhalten.

Bisweilen bildeten sich in der Nacht Staus bis zu 10 Kilometern Länge. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

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