Herzogenaurach
Kindergarten

Umdenken: Doch keine provisorische Kita im Container

Statt eines Provisoriums soll nun gleich eine dauerhafte Einrichtung "Montessori 2" in Modulbauweise gebaut werden.
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In Sichtweite des Montessori-Kinderhauses (Hintergrund) soll auf der anderen Seite der Flughafenstraße "Montessori 2" entstehen. Durch Modulbauweise soll das sehr rasch passieren.  Foto: bp
In Sichtweite des Montessori-Kinderhauses (Hintergrund) soll auf der anderen Seite der Flughafenstraße "Montessori 2" entstehen. Durch Modulbauweise soll das sehr rasch passieren. Foto: bp

Dass im Entwicklungsgebiet Reihenzach, nahe dem Puma-Kreisel, eine zweite Montessori-Kindertagesstätte gebaut werden soll, ist seit längerer Zeit klar. Denn die Nachfrage für diese Einrichtung ist ebenso groß wie bei anderen Kindergärten: Auch St.Josef II wird bald gebaut, und in fernerer Zukunft folgt ja auch noch eine Kita im künftigen Neubaugebiet in der Reuth nahe der Rehaklinik. Von der Lebenshilfe-Einrichtung in der Beethovenstraße ganz zu schweigen.

Weil die Nachfrage steigt und schnelles Handeln drängt, hatte der Planungsausschuss beschlossen, bereits vorab ein Provisorium zu errichten. Darin könnten die Kinder schon mal untergebracht werden, bevor sie in die Neubauten umziehen können. Diese Übergangs-Kita sollte als Container aufgestellt werden, gleich neben der künftigen "Monte II". So weit die Empfehlung, die der Stadtrat noch absegnen sollte.

Jetzt hat sich aber etwas Entscheidendes verändert. Die Stadt will vom Container abrücken und gleich was richtiges bauen - den neuen Montessori-Kindergarten nämlich. Das sagte Bürgermeister German Hacker im Vorfeld der Stadtratssitzung. Diese Kita soll dann zunächst als Ausweichquartier für "Josef " hergenommen werden , bis zu dessen Fertigstellung, und ebenso für die Kinder des Martin-Luther-Zentrums, dessen Altbau saniert werden muss.

Mit dem Bau will man auch nicht warten, sondern er soll bereits im kommenden Jahr erstellt werden. Mit etwas Glück könne im September schon eingezogen werden, sagte Hacker.

Wirtschaftlich und schnell

Der Bürgermeister nennt auch den Grund dafür, weshalb das alles so schnell geht. Üblicherweise nehmen solche Bauten mehrere Jahre in Anspruch. Die Einrichtung soll jetzt aber in Modul-Bauweise erstellt werden. Das bedeutet, dass vorgefertigte Bauteile angeliefert und aufgestellt werden. Ähnlich wie Container, nur dass ein Haus in Modulbauweise nicht nur ein Provisorium ist, sondern eben ein richtiges Bauwerk. "Das hat sogar Passivhaus-Standard", sagte Hacker. Nur rund, so wie "Montessori 1", kann es nicht werden, da die Module rechteckig sind.

Die Entscheidung innerhalb der Stadtverwaltung für den Modulkindergarten fiel auch aus finanziellen Gründen. Denn als sich ein Architekt die Angelegenheit betrachtete, entstand die Idee zur Modulbauweise. "Damit sparen wir uns zwei Millionen Euro", sagte Hacker.

Jetzt muss sich der Stadtrat am Donnerstag (Beginn 18 Uhr) noch mit dem Vorschlag anfreunden und den Container-Beschluss aufheben.

Belegungszahlen

2018 gab es in der Stadt 21 Gruppen in Krippen und 31 im Kindergarten. 2019 kamen zu diesen Belegungen noch drei altersübergreifende Gruppen hinzu.

2020 werden es schon 25 (Krippe) respektive 32 (Kiga) sein (plus 2), Danach wächst die Zahl auf 26 bzw. 34, um letztlich 2023 voraussichtlich schon 30 Krippen- und 36 Kindergartengruppen zu erreichen.

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