Uehlfeld
Unterschriftenlisten

Uehlfelder wollen ein Bürgerbegehren

Die Bürgerinitative "Lebenswertes Uehlfeld" sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen geplante "Hochhäuser".
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Werner Stöcker (Mitte) bekam die Unterschriften als Geschenk überreicht. Foto: privat
Werner Stöcker (Mitte) bekam die Unterschriften als Geschenk überreicht. Foto: privat
Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Lebenswertes Uehlfeld" haben am Freitagmorgen Unterschriften für ein Bürgerbegehren an Bürgermeister Werner Stöcker (CSU) überreicht. Die Bürgerinitiative fordert, dass die Änderung des Bebauungsplans "Am kleinen Zeckernberg", mit der eine Errichtung von "hohen Punkthäusern" mit bis zu sechs Geschossen ermöglicht werden soll, nicht durchgeführt wird. Das geht aus einer Pressemitteilung der BI hervor.

Begründet wird die Forderung unter anderem damit, dass die Errichtung von Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 20 Metern keine geordnete Entwicklung darstelle und auch nicht zur Erhaltung des Ortsbildes beitrage. Ziel des Bürgerentscheids sei es, dass der ursprüngliche Bebauungsplan wieder hergestellt werde. Es wird von der Bürgerinitiative bemängelt, dass es keine ortsbezogene Bedarfsermittlung zum Nachweis des Bedarfs an Wohnraum gäbe, woraufhin man ein entsprechendes Entwicklungskonzept erstellen könne. Die Wohnungen in den zwei sechsstöckigen Gebäuden würden dann durch freien Verkauf an private Investoren gehen und daher auch ortsübliche Mietpreise verlangt. Es handelt sich also nicht um sozialen Wohnungsbau.

Marco Nehmeier, Vorsitzender der BI, und sein Stellvertreter Alpar Szucsanyi hatten innerhalb von einer Woche 631 Unterschriften gesammelt (die nötige Stimmenanzahl für einen Bürgerentscheid liegt bei 231 Stimmen) und diese nun als Geschenk verpackt für Werner Stöcker vorbereitet.


Gesprächsangebot an Anlieger

Die direkten Anlieger der geplanten "Hochhäuser" wurden laut Marco Nehmeier bei der Unterschriftenübergabe von der Gemeinde zu einer erneuten Anliegerversammlung eingeladen. Auf Nachfrage von Nehmeier, ob abermals nur die direkten Anlieger eingeladen seien oder auch die "zweite Reihe", und wie man die mehr als 600 interessierten Bürger einbinden möchte, habe der Bürgermeister deutlich gemacht, dass man sich nicht mit allen unterhalten könne.

Wie es im Pressebericht der BI weiter heißt, habe man über das Mitteilungsblatt der Gemeinde die interessierten Bürger informieren wollen. Dies sei aber von der VG Uehlfeld in der eingereichten Form untersagt worden. Die Begründung war, dass das Mitteilungsblatt nicht als Plattform für politische Ansichten diene. Weiter wurde mitgeteilt, dass ein neutraler, sachlicher Text eingereicht und veröffentlicht werden könnte, aber kein Text mit Meinungsäußerungen.

Wie die Bürgerinitiative vermeldet, gibt es bis zum 24. Juli noch die Gelegenheit, sich für das Bürgerbegehren einzutragen. Unterschriftenlisten liegen bei der Tankstelle Hümmer, im Lottoladen und in der Metzgerei Rößner in Uehlfeld bereit. Unter Telefon 0151/61873639 oder kontakt@lebenswertes-uehlfeld.de können interessierte Uehlfelder Kontakt mit der Bürgerinitiative aufnehmen, um dort persönlich zu unterzeichnen.


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