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Erlangen
Kunst & Kultur

Über 22.000 Besucher bei Figurentheater-Festival

Am Sonntag ging das 18. Internationale Figurentheater-Festival zu Ende. Zehn Tage lang präsentierten 64 Ensembles und Künstler aus 17 Ländern in rund 130 Vorstellungen das zeitgenössische Figurentheater in seiner ganzen Bandbreite - vom klassischen Puppentheater bis zu multimedialen Darbietungen.
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Foto: Georg Pöhlein
Foto: Georg Pöhlein
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Wie kaum eine andere Veranstaltung in Europa spiegelt das Internationale Figurentheater-Festival Erlangen, Nürnberg, Fürth, Schwabach die Vitalität und Innovationskraft dieses Genres wider und erreicht damit ein immer noch wachsendes Publikum. In diesem Jahr strömten über 22.000 Besucherinnen und Besucher zu den 25 Veranstaltungsorten des Festival-Großraums.

In Erlangen - wo das Festival 1979 gegründet wurde - waren auch in diesem Jahr nahezu alle Vorstellungen ausverkauft. Annähernd 15.000 Besucherinnen und Besucher konnten die Veranstalter alleine hier verzeichnen. Mit rund 4.200 Besuchern meldet die Stadt Nürnberg wachsende Besucherzahlen und 3.100 Besucherinnen und Besucher in Fürth sorgten ebenfalls für durchgängig ausverkaufte Veranstaltungen.
Die Stadt Schwabach, die sich in diesem Jahr weitgehend auf Kindertheater konzentriert hatte, kann mit rund 500 Besuchern ebenfalls zufrieden sein.

Zu den Programmhöhepunkten zählten in diesem Jahr unter anderem die französische Compagnie 111 mit "Plan B", die internationale Künstlergruppe Superamas mit "Theatre", die belgischen Dokumentarfilm-Performer Berlin, unter anderem mit "Tagfish", die Brüder Jakob und Pieter Ampe das britische Blind Summit Theatre mit "The Table", die französischen Handpuppen-Virtuosen von La Pendue, die junge in Frankreich ausgebildete Puppenspielerin Polina Borisova mit "Go!", ihrer Studie einer alten Frau, das Puppentheater Magdeburg mit "Doktor Faustus reorganisiert" und das griechische Merlin Puppet Theater mit "Clown's Houses". Zum Abschluss des Festivals spannte sich der Bogen noch einmal weit von Mette Ingvartsens Tanz der Elemente in "The Artificial Nature Project" im Erlanger Markgrafentheater über "Die Weltmenschen erobern die Welt" - ein Theater-Comic von half past selber schuld in der Tafelhalle Nürnberg bis zum virtuosen Maskenspiel der Familie Flöz mit "Garage d'or" im Stadttheater Fürth.

Das 18. Internationale Figurentheater-Festival hat ein weiteres Mal bewiesen, wie vielfältig, vital und experimentierfreudig das zeitgenössische Figuren-, Bilder und Objekttheater ist und welche Faszination es auf das Publikum ausübt. Neben den sprichwörtlichen Stärken des Genres, der visuellen Opulenz und poetischen Kraft, werden im Figurentheater auch zunehmend gesellschaftliche und politische Fragestellungen wie demografischer Wandel, nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen oder das Verhältnis zwischen westlicher Welt und arabischem Raum thematisiert. Die Veranstalter blicken deshalb neugierig in die Zukunft: Das 19. Internationale Figurentheater-Festival Erlangen, Nürnberg, Fürth, Schwabach wird vom 8. bis 17. Mai 2015 stattfinden. pr
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