Herzogenaurach

Ü-30-Party in Herzogenaurach sorgt für Stimmung

Ü-30 war im Herzogenauracher Vereinshaus angesagt, und mehr als 500 Gäste folgten der Einladung. Drei Discjockeys heizten ein, bis sogar die Feuerwehr kam.
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Die Stimmung bei der Ü-30-Party im Herzogenauracher Vereinshaus war perächtig.  Fotos: Bernhard Panzer
Die Stimmung bei der Ü-30-Party im Herzogenauracher Vereinshaus war perächtig. Fotos: Bernhard Panzer
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Mehr als 500 Gäste tummelten sich auf der Tanzfläche, zumeist Leute mittleren Alters oder schon etwas weiter fortgeschritten, und sie alle hatten richtig Spaß. Deshalb war folgende Feststellung auch eine oft gehörte Aussage am Samstagabend im Vereinshaus: "So etwas fehlt in Herzogenaurach." Die Ü-30-Party wurde zum Hit und verlangt nach Wiederkehr.

Schon vor sechs Jahren hatte sich die SPD als Organisator betätigt und eine solche Party im Vereinshaus gewagt. Und jetzt wie damals strömten die Besucher und bewiesen, dass eine große Nachfrage an derartigen Angeboten besteht. Pizzabäcker Guiseppe würde so etwas gern einmal im Monat haben. "Dann müssen wir nicht immer nach Erlangen." Und weil die jungen Leute in der Hinsicht nichts machen, müssten halt die Älteren ran, sagt er.
"Wenn es schon keine Disco mehr gibt in der Stadt."

Ein Hit auch auf Facebook

Und auch auf Facebook war die Ü-30-Party der Renner in diversen Kommentaren. "War eine Mega-Party! Ich hab immer wieder gehört , in Herzo ist sonst nichts los. Das sollte nicht nur einmal im Jahr stattfinden." Das schreibt Marion F. Gabriele Kliemann meint: "War echt eine tolle Party, so was könnte gerne öfter mal stattfinden. Konkret wird Christine Persterer: "Bitte lasst uns das jedes Jahr machen. Es war wunderbar."

Ob daraus was wird, darauf gab es am Samstag noch keine Antwort. Sechs Jahre soll es jedenfalls nicht mehr dauern, versprachen die beiden Organisatorinnen in Reihen der SPD, Susanne Gräwe und Sandra Wüstner. Im FT-Gespräch sicherten sie zu, wenigstens alle zwei Jahre eine solche Veranstaltung durchzuziehen. Die Fans werden sie beim Wort nehmen.

DJs aus dem Piccadilly

Drei Discjockeys sorgten dafür, dass die Gäste pausenlos abtanzen konnten. Dieter Händel und Peter Kraus hatten früher in der Herzogenauracher Kultdisco "Piccadilly" aufgelegt, Gerhard Panzer ist aus dem Discostudio Schnaid bekannt - drei alte Hasen also. "I love Rock'n'Roll" - der Hit von Joan Jett von 1980 steht stellvertretend für zahlreiche Rocksongs, die das Trio aus dem Ärmel sprich aus der CD-Kiste zauberte. Songs, die auch auf eine Ü-50-Party gut gepasst hätten. Aber auch Aktuelles mischte sich später unter die Auswahl, vielen hat's gefallen, wie die volle Tanzfläche bewies. Doch Kritiker gab's auch."Die Musik der 2000-er passt nicht in die alte Zeit", meinte einer.

Und als um kurz vor Mitternacht Schlager aus der Tasche gezogen wurden ("Joana - du geile Sau"), reagierte eine SPD-lerin mit der Feststellung: "Das ist jetzt der Moment, wo man was trinken muss." Kritik musste sich auch, und das zum wiederholten Male, der Pächter des Vereinshauses anhören. Die Getränke seien viel zu teuer, hieß es am Abend und auch später auf Facebook.

Plötzlich Feueralarm

Anfangs drückten die drei Discjockeys offenbar etwas zu nervös auf die Taste der Nebelmaschine, denn plötzlich löste der Brandmelder aus und die Feuerwehr rückte an. Angeschlagen hatten offenbar Rauchmelder unter dem Dach, wohin sich der Nebel verzog. Die im Saal waren zuvor abgeschaltet worden. Spötter meinten, die "Schwarzen" wären dran schuld. Jetzt hoffen die Organisatoren, dass dafür keine großen Kosten hängen bleiben, denn der Erlös der Veranstaltung soll ja sozialen Zwecken in Herzogenaurach zugute kommen.

Berlinfahrten gewonnen

Für die Besucher gab's an diesem Abend neben dem Spaß an der Party auch richtig was zu gewinnen, denn die Eintrittskarten nahmen an einer Verlosung teil. Mit der Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich nach Berlin fahren dürfen Margit März, Renate Hofmann und Barbara Ort, Peter Kalten häuser erhält eine Eintrittskarte zu einem SPD-Kabarettabend.

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