Höchstadt a. d. Aisch

Thomas Menter wird neuer kaufmännischer Leiter am Kreiskrankenhaus in Höchstadt

Der 53-jährige Experte für Budgetverhandlungen folgt auf Albert Prickarz auf dem Posten des Verwaltungschefs am Krankenhaus St. Anna in Höchstadt.
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Thomas Menter tritt Mitte März als neuer kaufmännischer Leiter am Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt an. Foto: Christian Bauriedel
Thomas Menter tritt Mitte März als neuer kaufmännischer Leiter am Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt an. Foto: Christian Bauriedel
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Die Ankündigung sei völlig überraschend gekommen, sagt Landrat Alexander Tritthart (CSU). Albert Prickarz, kaufmännischer Leiter des Krankenhauses in Höchstadt, habe Ende vergangenen Jahres um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Dies hat rein private Gründe, was völlig zu respektieren sei, sagt Tritthart.

Seine Begeisterung habe sich natürlich in Grenzen gehalten, so der Landrat. Einerseits, weil die Zusammenarbeit mit Prickarz sehr gut war. Andererseits, weil es eine große Herausforderung gewesen sei, in nur drei Monaten einen Nachfolger zu finden. Umso erfreuter sei er, dass dies gelungen ist.

Am Donnerstag stellten Landrat, Chefarzt und Pflegedienstleitung Thomas Menter als neuen kaufmännischen Leiter vor. Er wird Mitte März seine Stelle antreten. Prickarz konnte nicht dabei sein, was dieser sehr bedauerte. Aber er hatte parallel den Antritt bei seinem neuen Arbeitgeber, den Alb Fils Kliniken in Göppingen.

Menter (53) stammt aus Tegernsee, ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Momentan pendle er noch von seinem Wohnort Landsberg am Lech. Doch Perspektive sei, spätestens wenn eines seiner Kinder in zwei Jahren eingeschult wird, auch in die Nähe seines neuen Arbeitsplatzes zu ziehen.

Menter ist Betriebswirt und war von 1995 bis 2015 bei der AOK Bayern beschäftigt. Lange Jahre war er bei Verhandlungen von Klinikbudgets vorne mit dabei. Die Tatsache "schon einmal auf der anderen Seite des Tisches" gesessen zu haben, so Chefarzt Martin Grauer, mache ihn zum passenden Kandidaten für den Posten. Budgetverhandlungen seien essenziell für ein Krankenhaus. Menter sei "Wunschkandidat" gewesen.

2015 wechselte Menter von der Krankenkasse in den Klinikbereich. Drei Jahre war er Leiter Finanzen und Controlling sowie Prokurist für die Starnberger Kliniken.

2018 wechselte er als Geschäftsführer ans Helios Spital Überlingen. Ab Herbst 2019 arbeitete er dann für die Klinken Sigmaringen, Bad Saulgau und Pfullendorf, wo es ihn jedoch nicht lange hielt. Er habe eine weiter gefächerte Tätigkeit mit mehr Verantwortung übernehmen wollen, so Menter zu seinen Beweggründen, sich in Höchstadt zu bewerben.

Tritthart hob hervor, dass es mit 15 Bewerbern eine erfreulich hohe Anzahl gegeben habe. Drei Bewerber seien eingeladen worden. Dann gab der Krankenhausausschuss vor einer Woche Menter den Zuschlag. Er wird nun die Aufgabe haben, das Höchstadter Haus nach drei Jahren Baustelle wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen. Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

St. Anna hatte 2019 ein Defizit von 2,5 Millionen Euro. Nichts Ungewöhnliches, so Menter. Aber er werde daran arbeiten, dies zurückzuführen. Er habe großen Respekt vor der Investition des Landkreises in den Umbau. Das werde sich auszahlen, damit St. Anna "weiter die Bevölkerung hochqualitativ und wohnortnah versorgen kann."

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