Herzogenaurach
Benefizkonzert

Thomas Fink spielt für die Herzogenauracher Tafel

Der Herzogenauracher Rotary-Club lädt zum Tafelkonzert in die evangelische Kirche ein.
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Thomas Fink lädt immer hochkarätige Musiker zum Tafelkonzert ein. 2018 war unter anderem Gitarrist Torsten Goods zu Gast. Foto: Welker (Archiv)
Thomas Fink lädt immer hochkarätige Musiker zum Tafelkonzert ein. 2018 war unter anderem Gitarrist Torsten Goods zu Gast. Foto: Welker (Archiv)
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Über 60 000 Euro erspielte Thomas Fink bisher in den vergangenen 16 Tafelkonzerten des Rotary-Clubs. Die 17. Auflage steht am Montag, 14. Januar, um 19 Uhr in der evangelischen Kirche an. "Ich freue mich, wenn viel Geld eingespielt wird", sagt der legendäre Niederndorfer Jazzpianist im Vorfeld des Konzerts. Der Erlös kommt der Herzogenauracher Ausgabestelle der Tafel Erlangen zugute.

Seit Beginn unterstützen die Herzogenauracher Rotarier die Tafeln. Der derzeitige Präsident des Rotary-Clubs Herzogenaurach, Alfred Sammetinger, war früher selbst als Fahrer bei den Sammeltouren tätig. Von Anfang an habe es immer eine enge Verbindung des Clubs mit der Herzogenauracher Tafel gegeben, erklärt Sammetinger im Pressegespräch.

Begonnen hätte das Ganze als Jazzkonzerte mit seinen Schülern, erinnert sich Fink. Als wegen des großen Andrangs dann die Konzerte ins Café des Möbelhauses Fischer verlegt wurden, entstand die Tradition der Tafelkonzerte. Anfangs übernahmen noch Finks Schüler einen Teil des Konzertes. Seit einigen Jahren spielt er alleine mit wechselnden Gastmusikern.

Gaststar Norbert Nagel

Am Montag wird Norbert Nagel am Saxofon als Stargast zu hören sein. Am Bass werden Norbert Meyer-Venus und am Schlagzeug Werner Treiber begleiten. Das Konzert verspricht damit wieder Jazz vom Feinsten. Treue Fans aus Herzogenaurach wissen das seit Jahren zu schätzen und freuen sich auf Musikgenuss der Spitzenklasse.

Seit frühester Kindheit ist Musik ein essenzieller Bestandteil von Finks Leben. Fink erzählt von seinen Anfängen als reisender Musiker in den 50er und 60er Jahren. Vor allem in amerikanischen Clubs habe er gespielt. Später war er Hauspianist beim Bayerischen Rundfunk und gründete das Thomas-Fink-Trio. Aus der Jazzszene ist er nicht wegzudenken. Fink erinnert sich, ein Kollege von den Bamberger Philharmonikern habe einmal festgestellt: "Der Thomas macht nicht nur Musik, der lebt Musik."

Und genauso sei es: "Ich lebe Musik einfach", bekräftigt er. Wer sich mit Thomas Fink unterhält, bemerkt sofort seine Leidenschaft und Begeisterung für Musik. Auch über die technischen Details eines Flügels oder Pianos weiß Fink beeindruckend detailliert zu erzählen. Täglich übe er noch, erzählt der Niederndorfer und fügt hinzu: "Es gibt immer noch so viele Möglichkeiten in der Musik, auch nach so vielen Jahren." Fink wurde sowohl mit dem Kulturpreis der Stadt Herzogenaurach als auch mit dem des Landkreises ausgezeichnet.

Seit August laufen nun die Vorbereitungen für das Tafelkonzert. Alfred Sammetinger verrät: "Thomas Fink ist dabei natürlich unser Mastermind." Fink sucht die Musiker aus und gewinnt sie für die Konzerte. Unterstützt wird er dabei von seinem Sohn Gerald Fink. Der Flügel der evangelischen Kirche wird zum Konzert eigens von einem Techniker für Thomas Fink hergerichtet.

Ein Aufruf zur Toleranz

Was sich denn der Pianist für das 17. Tafelkonzert wünsche? "Dass wir den Geschmack der Leute treffen, dass sie glücklich nach Hause gehen und gerne wiederkommen", antwortet Fink. Und natürlich solle der Herzogenauracher Tafel ein möglichst großer Betrag übergeben werden können. Zum Abschluss ergänzt er noch einen allgemeineren Wunsch. Menschen hätten so unterschiedliche Musikgeschmäcker, und doch gestehe man anderen ihren eigenen Geschmack zu. Da wäre es schön, wenn Menschen auch unterschiedliche Meinungen untereinander gelten lassen könnten, so wie sie unterschiedliche Musikvorlieben gelten lassen. Gerade heutzutage sei das wichtig, darüber sind sich Sammetinger und Fink einig.



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