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Herzogenaurach
Aufführung

Theater in Herzogenaurach: Leben zwischen Genie und Wahnsinn

Die Schüler des Oberstufentheaters am Gymnasium Herzogenaurach haben das Stück "Geister in Princeton" einstudiert. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.
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Die Kostüme im Stil der 30er Jahre und ein futuristisches Bühnenbild erzeugen eine besondere Stimmung. Foto: privat
Die Kostüme im Stil der 30er Jahre und ein futuristisches Bühnenbild erzeugen eine besondere Stimmung. Foto: privat

"Zeit ist wie ein Zugfahrplan. Die Ereignisse sind die Stationen, an denen er hält. Aber egal, wo du bist, die anderen Stationen gibt es noch. Und der Zug fährt im Kreis." Mit der Möglichkeit des Zeitreisens und der Frage nach Unendlichkeit beschäftigen sich die Schüler des Oberstufentheaters am Gymnasium Herzogenaurach in ihrem diesjährigen Stück "Geister in Princeton" von Daniel Kehlmann.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Es geht um die Biografie von Kurt Gödel, einem der wichtigsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts. Da er im Österreich der 1930er Jahre für einen Juden gehalten wird, muss er vor dem aufkommenden Nationalsozialismus in die USA fliehen. In der Universitätsstadt Princeton findet er eine Anstellung im Kreise Albert Einsteins. Sein Genie wird von seinen Kollegen bewundert, doch er verfällt immer mehr dem Wahnsinn. Er ist sich sicher, dass ihn Geister verfolgen, die ihn vergiften wollen. Aus seinem einst normalen Leben wird ein Leben zwischen Wahnsinn und Genie.

Das Stück zeigt eine Mischung aus Wissenschaft, Witz und tragischem Schicksal eines paranoiden Superhirns. Die Zuschauer werden mitgenommen auf eine Reise durch die Zeit und in das Universum der Mathematik.

Aufwendige Lichteffekte

Seit Anfang des Schuljahres beschäftigt sich das Oberstufentheater unter der Leitung von Winfried Neumann und der Co-Regisseurin Ute Docter mit dem Projekt.

Die intensiven Proben der Theatergruppe sind jetzt während der Faschingsferien jeden Tag von morgens bis abends gelaufen. Alles wird selber erarbeitet, auch Werbung, Plakate und der Vorverkauf. Die Kostüme im Stile der 30er Jahre und ein futuristisches Bühnenbild projizieren die Gesamtstimmung des Dramas auf die Bühne. Diese besondere Kulisse ist das Werk der Theatertechniker des Gymnasiums, die wochenlang geplant und selbst aufgebaut haben. Vor allem die aufwendigen Lichteffekte sind faszinierend und geben dem Stück das gewisse Etwas, heißt es im Vorbericht der Schule.

"Die Schüler zeigen ein tolles Engagement. Theatertechnik und Schauspieler zeigen ihre große Erfahrung und eine Selbstständigkeit, wie man sie sich von einem Oberstufentheater erwünscht. Es macht Spaß, gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten", so Theaterlehrer Neumann.

Die Aufführungen finden vom 6. bis 8. März jeweils um 20 Uhr im Gymnasium Herzogenaurach statt. Karten gibt es in der Bibliothek des Gymnasiums, in der Schreibwarenhandlung Ellwanger und bei Bücher, Medien und mehr. red