Herzogenaurach
Projekt

Tennisclub Herzogenaurach baut Anlage auf 1,7 Hektar Fläche

Der Tennisclub TC 66 Herzogenaurach baut auf dem neuen Vereinssportgelände der Stadt an der Nutzung eine Anlage für drei Millionen Euro.
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Auf diesem Grundstück in Herzogenaurach baut der TC 66 seine neue Anlage  Foto: bp
Auf diesem Grundstück in Herzogenaurach baut der TC 66 seine neue Anlage Foto: bp
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Die jahrelange Suche des Tennisclubs TC 66 nach einem neuen Gelände mündet nun in ein Happy End. Der Bauausschuss des Stadtrates stimmte am Mittwochabend einem Bauantrag des Vereins zu. Demnach soll auf dem künftigen Vereinsgelände der Stadt an der Nutzung eine neue Anlage mit Halle und Außenplätzen entstehen.
Noch im ersten Halbjahr soll mit dem Bau der Halle begonnen werden, sagte der Zweite Vorsitzende Dirk Hamann im FT-Gespräch. Die Halle soll dann schon für die Wintersaison zur Verfügung stehen, die Außenplätze möchte man im Sommer 2016 nutzen können. Die Kosten des Projekts liegen bei drei Millionen Euro.

Vereine in der Nähe

Das neue Areal befindet sich im Bereich der so genannten Nutzung im Norden der Stadt, in unmittelbarer Nähe bereits vorhandener Vereine wie Soli, Schützen oder Musikinitiative. Sein Gelände könne der Tennisclub von der katholischen Kirche in Erbpacht übernehmen, erläuterte Hamann. Es ist 17 500 Quadratmeter groß.

Entstehen werden auf etwa zweieinhalbtausend Quadratmetern in der Halle vier Plätze. Dazu kommen acht Außenplätze und zwei kleinere für die Jugend. Gerade darauf habe man Wert gelegt, denn solche "Dreiviertelplätze" werden auch bei Wettkämpfen genutzt. Ein normaler Platz ist 18,29 Meter breit und 36,57 Meter lang, die Jugendplätze haben die Maße 15,50 mal 30 Meter.

Bisher habe man für die jüngeren Spieler die Plätze bei Training und Wettkämpfen durch Hilfslinien künstlich verkleinern müssen. "Viele andere Vereine haben das nicht. Für uns ist das ein großer Vorteil", sagt Hamann. Immerhin ist der Nachwuchs des Vereins durchaus erfolgreich. Die Mädchen 14 und 18 spielen in der Bezirksliga, der höchsten Klasse im Jugendbereich.

Zehnjährige Suche

Die Suche des Vereins (270 Mitglieder) nach einem neuen Gelände dauert schon etwa zehn Jahre. Im Jahr 1966 hatte der TC 66 auf seinem bisherigen Areal in Hauptendorf einen Pachtvertrag mit der Firma Schaeffler geschlossen. Der läuft 2017 aus. Auch weil das Gelände inzwischen viel zu klein geworden war, so Hamann, begab man sich auf die Suche. In Hauptendorf verfügt der Verein über fünf Außenplätze, zwei weitere am Herzogspark hat man angemietet. Hamann: "Für mehr als 200 Aktive und 23 Mannschaften ist das deutlich zu wenig."

Nach diversen Verhandlungen mit der Stadt habe sich vor etwa zwei Jahren die jetzige Möglichkeit ergeben, sagte Hamann, der seit 2012 stellvertretender Vorsitzender ist. Den Standort findet er von der Größe her gut, allerdings brauche es erst noch eine Erschließung. Man sei daher auch auf einen baldigen Baubeginn angewiesen. Außerdem wartet der Tennisclub noch auf die Zuschussgenehmigung vom Landessportverband. Damit rechnet man bis Ende März.

Für die Erschließung soll der bestehende Weg genutzt und verbreitert werden, sagte Bürgermeister German Hacker (SPD) in der Bauausschusssitzung auf Anfrage von Christian Polster (CSU). Dazu müsse man Gräben aufschieben, da die Stadt nicht über genügend Grund für einen großzügigen Ausbau verfügen kann.
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