Verkehr

Täglich Chaos auf der A3 zwischen Höchstadt und Frauenaurach

Die Großbaustelle am Kreuz Fürth/Erlangen führt immer wieder zu langen Staus. Unaufmerksame Autofahrer verursachen reihenweise Unfälle.
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Ein alltägliches Bild auf der A3 zwischen Höchstadt und dem Kreuz Fürth/Erlangen: ein stehender Lastwagen am anderen.  Foto: Andreas Dorsch
Ein alltägliches Bild auf der A3 zwischen Höchstadt und dem Kreuz Fürth/Erlangen: ein stehender Lastwagen am anderen. Foto: Andreas Dorsch

19 Kilometer Stau zwischen Höchstadt-Nord und Frauenaurach meldete am Mittwoch um die Mittagszeit einmal mehr der Bayerische Rundfunk. Auf der A3 ist dies nicht nur in diesem Bereich inzwischen der tägliche Wahnsinn. Kilometerlange Staus und Unfälle sind rund um die Großbaustelle am Kreuz Fürth/Erlangen an der Tagesordnung.

Soweit das Auge reicht steht dann auf der rechten Fahrspur ein Lastwagen am anderen, die Pkw-Fahrer müssen sich auf der linken Spur gedulden. Auf einer der wichtigsten Transitrouten quer durch Europa geht dann wieder einmal nichts mehr.

Auslöser war auch am Mittwoch ein Unfall im Baustellenbereich - aber das war nicht der einzige. "Es ereignet sich heute ein Unfall nach dem anderen", berichtete eine Beamtin der Erlanger Verkehrspolizei. Bis 14 Uhr hatte die Polizei bereits 15 Autobahnunfälle registriert, "alle im Stau, einer nach dem anderen", bei einem gab es einen Schwerverletzten.

Lastwagen bleiben stecken

Für die Polizei sind die Ursachen klar: "Die Verkehrsteilnehmer sind mit der Situation überfordert, sie sind einfach zu unaufmerksam." Wenn es im Baustellenbereich kracht, geht meist nichts mehr. Lastwagen kommen auf den verengten Fahrspuren ohnehin nicht vorbei. Dann wird ausgeleitet, wie am Mittwochnachmittag an der Ausfahrt Frauenaurach. In kürzester Zeit ist dann aber auch das Stadtgebiet Erlangen dicht.

Für die Erlanger Verkehrspolizei ist die chaotische Situation inzwischen Alltag. Die Beamten fahren schon längst nicht mehr zu jedem Unfall, weil meist auch nur schwer durchzukommen ist. "Wir animieren die Leute, sich selbst zu einigen", sagt die Beamtin. Die Polizei kommt nur noch, wenn jemand verletzt ist, oder ein Abschleppdienst gebraucht wird. Mit einer Besserung der Verkehrssituation rechnet die Polizei erst nach Abschluss des Umbaus.

Das sieht man bei der Autobahndirektion Nordbayern ebenso. Zuständig für den Kreuz-Ausbau ist die Dienststelle Fürth. Deren Leiter Andreas Dormeier macht wenig Hoffnung, dass sich die Verkehrssituation schon bald bessert. "Am Kreuz wird bis 2021 gebaut", kündigt er an.

Dormeier bittet die Autofahrer nur um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit. Es handle sich um eine "sehr komplexe Baustelle mit hohen Verkehrsströmen".

Trotzdem kündigt er an, im Baustellenbereich nachzubessern. Dafür sollen auch Gespräche mit Polizei und Baulastträger geführt werden.



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