Herzogenaurach
Orkan

Sturmtief Eberhard wirft Bäume um

Kräftige Sturmböen entwurzelten quer durch den Landkreis sowie in Erlangen mehrere Bäume. In Dechsendorf stürzte eine Fichte auf das Feuerwehrhaus.
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Auf das Dach der Fahrzeughalle der Dechsendorfer Feuerwehr fiel eine stattliche Fichte.  Foto: Michael Busch
Auf das Dach der Fahrzeughalle der Dechsendorfer Feuerwehr fiel eine stattliche Fichte. Foto: Michael Busch
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Das Orkantief Eberhard fegte am Sonntag auch quer durch den Landkreis. Sowohl im Raum Herzogenaurach und Höchstadt als auch in Erlangen mit Ortsteilen und Uttenreuth mussten die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Überwiegend waren es umgestürzte Bäume, die beseitigt werden mussten. In Dechsendorf stürzte ein Baum auf das Feuerwehrhaus.

Aber auch ein Gerüst sowie größere Straßenschilder mussten von der Feuerwehr gesichert werden, wie der Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, Sebastian Weber, mitteilt.

Der Deutsche Wetterdienst hatte den Orkan schon frühzeitig angekündigt und die größte Intensität für Nachmittag und Abend vorhergesagt. So kam es dann auch, berichtet Weber.

Insgesamt waren es etwa 30 Einsätze, die sich über den gesamten Landkreis verteilten. Lokale Einsatzschwerpunkte gab es demnach nicht. Mehrere Einsatzstellen in Folge hatten im Tagesverlauf die Feuerwehren Höchstadt, Herzogenaurach, Weisendorf und auch Uttenreuth. Personenschäden wurden der Feuerwehr nicht bekannt. Die ehrenamtliche Hilfe der Einsatzkräfte beschränkte sich auf die Räumung von Straßen und Wegen durch umgestürzte Bäume. Und auch der Polizei sind keine größeren Schäden bekannt geworden. "Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Herzogenaurach hielten sich die Sturmschäden am Sonntag in Grenzen", heißt es im Pressebericht.

Der Nachhall des Orkans dauerte bis zum späten Montagvormittag an. Da drohte in Heßdorf ein entwurzelter Baum direkt auf die Fahrbahn zu stürzen. Auch hier war die Feuerwehr gefragt, ebenso wie in einem Garten in Kleinseebach. Dort war ein Baum auf die Überdachung eines Swimmingpools gefallen.

Unwetterwarnung

Auch für Erlangen bestand eine Vorwarnung vor orkanartigen Böen. Diese wurde am Sonntagvormittag zu einer Unwetterwarnung hochgestuft, weil sich der Sturm doch heftiger zeigte, als von den Meteorologen erwartet. Das berichtet das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Erlangen.

Die Freiwillige Feuerwehr Dechsendorf war selbst durch einen Sturmschaden betroffen. Eine große Fichte war auf der Rückseite des Gerätehauses umgestürzt und auf dem Dach der Fahrzeughalle zum Liegen gekommen. Die Torausfahrten blieben unversehrt, auch ging keine Gefahr von dem Baum aus, so dass die Dechsendorfer Feuerwehr weiter ausrücken konnte, wie berichtet wird. Die Beseitigung des Baumes wird laut Pressemitteilung in den kommenden Tagen eine Fachfirma übernehmen.

Für die Einsatzkräfte der Ständigen Wache Erlangen begann der Sturmsonntag um kurz vor 15 Uhr. Ein Baum war auf der Autobahn 73 kurz vor dem Autobahnkreuz auf die Fahrbahn gefallen. Im Verlauf des Nachmittages und des Abends mussten die Kräfte der Feuerwehr Erlangen insgesamt 40 Einsätze abarbeiten. Dabei waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Alterlangen, Bruck, Büchenbach, Dechsendorf, Kosbach-Häusling, Steudach, Erlangen-Stadt und Tennenlohe im Einsatz und arbeiteten in ihrem Schutzbereich die anfallenden Einsätze selbständig ab.



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