Laden...
Herzogenaurach
Stadtumlandbahn

Stub: German Hacker appelliert an Freie Wähler

Verwundert und "etwas sprachlos" reagiert Bürgermeister German Hacker (SPD) auf einen offenen Brief der Freien Wähler im Landkreis. Diese hatten dem Herzogenauracher Stadtoberhaupt einen Katalog an 26 Fragen geschickt, mit denen sie ihre Kritik erneuern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolfoto
Symbolfoto
Die Fragen beginnen alle mit "Ist es richtig, dass...?" und listen Punkte auf, die ihrer Ansicht nach problematisch sind. Ein paar Beispiele: Ist es richtig, dass die gesamte Gleisstrecke der Stadt-Umland-Bahn knappe 32 Kilometer lang ist und auf unserem Landkreisgebiet davon nur ca. 7,5 km verlaufen? Ist es richtig, dass eine 90-prozentige Förderung nur für Investitionskosten der Strecken, die neben der Straße verlaufen, in Betracht kommt? Oder: Ist es richtig, dass 25 Millionen Euro Planungskosten verloren wäre, wenn man zu der Erkenntnis gelangt, dass die StuB doch nicht realisiert werden kann? Und: Ist es richtig, dass die heutigen Möglichkeiten von aktuellen Bus Rapid Transitsystemen - also modernsten und ökologischen Bussystemen im Vergleichsgutachten nicht berücksichtigt wurden? Mit dem Bürgerbegehren wolle man alle Kreisbürger sensibilisieren.

Bürgermeister Hacker sieht das eher als Zynismus an.
Immerhin werde der Prozess seit vielen Jahren sehr offen geführt. Tatsache sei, dass die Freien Wähler mit dem Bürgerbegehren die Stub verhindern wollen.Wären sie an Informationen interessiert, hätten sie das über öffentliche Sondersitzungen des Kreistages anstrengen können.
Die gestellten Fragen wertet Hacker als ein eher plumpes, rhetorisches Mittel. Der Untersuchungsbericht sei allen politischen Gremien bekannt. Auch wären die Fragen nicht an ihn, sondern an das Landratsamt oder den VGN zu richten.

Auch könne man die Fragen nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Hacker: "Sie wissen das sehr genau." Ausführlich erläutert er in seinem Antwortschreiben dennoch Fakten zu angesprochenen Punkten, wie zum Beispiel der Förderung. Wörtlich appelliert Hacker an die Freien Wähler: "Bitte kommen Sie auf den erfolgreichen Weg der gemeinsamen politischen Auseinandersetzung im Gremium zurück und beenden Sie Ihre Kampagne. Sie hätten meinen tiefen Respekt vor einer solchen Entscheidung und ich biete dann wie bisher gerne die weitere Zusammenarbeit an."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren