Erlangen
Die Bergreporter

Strategie ging nicht auf

Ist der Bergtriathlon eine Wiederholung wert?
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Bergreporterin Karina Brock
Bergreporterin Karina Brock

Er war nicht unbedingt ein durchschlagender Erfolg, der Bergtriathlon. Für 10 Euro konnten sich die Besucher am Dienstag zwischen 14 und 19 Uhr in drei Disziplinen messen - beispielsweise Bogenschießen, Enten angeln und Dosen werfen. Pro Spiel sammelte man einen Stempel, gegen Vorlage des Passes gab es bei Heidi's Treff ein Freigetränk. Der Schaustellerverband war mit dieser Idee auf die Stadt zugekommen, da auf anderen Volksfesten solche Angebote gut angenommen worden seien. Die Stadt unterstützte die Aktion über ein Sponsoring der Stadtwerke.

Wenn man sich die Preise am Berg so anschaut (siehe Artikel oben), eigentlich ein lukratives Angebot. Die Initiative ging von den Schaustellern aber sicher nicht von ungefähr aus: Der Bergdienstag ist traditionsgemäß der Tag der Firmen. Und dass die lustigen Kollegenrunden ihr Geld nicht nur auf den Kellern lassen, sondern die Schausteller vielleicht auch ein Stück vom Kuchen abbekommen, sollte dieses Angebot die Gäste in die Budenstadt locken. Mit überschaubarem Erfolg: Wen man auch fragte, die Wenigsten hatten von der Aktion überhaupt eine Ahnung gehabt. Trotz Veröffentlichungen in der Presse und auf der offiziellen Berg-Homepage.

Aber ganz ehrlich: Welcher Berggänger informiert sich tatsächlich vorher über Bands, Aktionen, Sonderangebote? Familien ist der Donnerstag als Familientag in der Regel bekannt. Viele meiden diesen bewusst - wegen Überfüllung. Gerade für sie wäre dieses zusätzliche Sparangebot durchaus attraktiv gewesen - wenn sie davon gewusst hätten und die Stempelpässe vielleicht auch einfach vor Ort hätten kaufen können, anstatt sie schon vorher erwerben zu müssen. Ansonsten geht der gemeine Besucher doch dann, wann er Zeit hat und schaut sich vor Ort um, auf was er Lust hat, wo er essen und trinken möchte oder welche Buden er besucht. Vielleicht sollten die Familien bei einer Neuauflage im nächsten Jahr mehr in den Blick genommen werden - denn für sie kann ein regulärer Besuch richtig teuer werden.

So schlecht war die Idee nicht, nur funktioniert "der Berch" in vielen Dingen wohl anders, als andere Volksfeste.

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