Höchstadt a. d. Aisch
Flüchtlingshelfer

Stadt Höchstadt meistert die Herausforderung

Ein Blick zurück zeigt: In der Flüchtlingsbetreuung hat Höchstadt gute Arbeit geleistet. Ein Grund für Bürgermeister Gerald Brehm, Dank zu sagen
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Der Engländer Michael Gibson (links) unterstützt die Flüchtlinge mit Sprachkursen. Bürgermeister Gerald Brehm bedankt sich bei ihm.Foto: Yannick Hupfer
Der Engländer Michael Gibson (links) unterstützt die Flüchtlinge mit Sprachkursen. Bürgermeister Gerald Brehm bedankt sich bei ihm.Foto: Yannick Hupfer
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Es war eine anstrengende Zeit, die die Flüchtlingshelfer in den letzten Jahren hatten. Durch die große Flüchtlingswelle, die 2014 und 2015 auf Deutschland zukam, waren auch die Behörden und Menschen in Höchstadt gefragt.

"Es war eine Symbiose von der ersten Minute an", erklärte Wolfgang Kümmeth heute in Bezug auf Kindergärten und Schulen in Höchstadt. Denn diese waren sofort gesprächsbereit und zeigten sich offen. Kümmeth ist der leitende Kopf des Helferkreises der Stadt Höchstadt und wusste anfangs selbst nicht, was auf ihn zukommen wird. "Es war für uns eine richtige Herausforderung", erzählt er. Am Anfang habe er und sein Team sich vor allem gefragt, wie aus dieser Situation wirklich etwas entstehen kann. Man habe Kraft, Zeit, Gedanken und Einsatz gezeigt, um gemeinsam etwas zu erreichen. Das war nicht nur eine Herausforderung für die Ehrenamtlichen an sich, sondern auch für deren Partner.

"Wenn der Partner nicht mitspielt, ist Ehrenamt nicht machbar", sagt dazu Bürgermeister Gerald Brehm (JL), der die Helfer und deren Partner am Samstagabend zu einem "Danke"-Abend eingeladen hatte.

Im Wesentlichen wollte man sich bei den zwei Helferkreisen bedanken. Neben dem der Stadt Höchstadt waren zusätzlich auch die "Helfenden Hände Höchstadt"(HHH) aktiv. Diese setzten sich wiederum für Deutschkurse für Flüchtlinge, eine Kleiderkammer und Fahrräder ein.
Zudem begleiteten sie die Hilfesuchenden bei wichtigen Terminen und boten Fahrdienste an, wie Leiterin Sabine Grasse am Samstagabend feststellte.

Die zwei Helferkreise haben zudem zusammen mit der Musiggfabrigg und dem Fränkischen Tag den "Interkulturellen Frühschoppen" organisiert. Bereits zum zweiten Mal konnte auf dem Kellerberg 2017 so ein weiterer Schritt in Richtung Integration getan werden. Mit viel Musik fanden die verschiedenen Kulturen zueinander.

Musik gab es auch am Samstag. Die Band "Depth Motion" begleitete die Veranstaltung mit stimmungsvollen Liedern. Doch die Integration ist noch nicht beendet, wie Flüchtlingshelfer Kümmeth feststellt: "Integration ist zeitlich oft nicht begrenzbar."

Auch jetzt brauchen einzelne Familien weiter Unterstützung, stellt Sabine Grasse fest. Vor allem viele Vorgaben und Regularien machten und machen die Aufgaben schwierig. Doch Bürgermeister Brehm blickt trotz der Probleme positiv zurück: "Insgesamt muss man sagen, wir haben diese Problemstellung hervorragend lösen können". Dabei bedankt er sich bei allen Beteiligten. Auch bei allen Fraktionen des Stadtrates. Man wollte zeigen "Wir sind eine Stadt, die weltoffen ist".
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