Herzogenaurach
Kneipenfestival

Sprink Break: In den Kneipen war schon fast Sauna

Das "Sprink Break" lockte rund 800 Feiernde zur Livemusik in die Herzogenauracher Lokale.
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Hochbetrieb herrschte auch in der "Herzo Bar".  Fotos: Yannick Hupfer
Hochbetrieb herrschte auch in der "Herzo Bar". Fotos: Yannick Hupfer
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Während im Freien unangenehme Kälte herrschte, wurden aus den Bars fast schon Saunas. Am Samstag fand das Herzogenauracher Kneipenfestival namens Spring Break statt - und es war sehr gut besucht. Die Bars waren so voll, dass ein Durchkommen nur noch schwer möglich war.

800 Menschen waren in die Bars gekommen, resümiert Organisator Jürgen Rissmann am nächsten Tag. Angesichts des Wetters sei man damit sehr zufrieden. "Das Kneipenfestival animiert die Leute, dass sie rausgehen", meint Rissmann. Normalerweise hätten die Herzogenauracher nicht so viele Möglichkeiten, am Samstagabend wegzugehen.

Auch in der Herzo Bar standen die Menschen dicht gedrängt. Dort spielten "The Honkytones", aber es hätte auch Elvis höchstpersönlich sein können, der die Saiten zum Schwingen brachte. Dem Publikum jedenfalls hat der Musikstil aus den 1950er und 60er Jahren sichtlich gefallen - sie feierten und genossen den Abend. Die Musik war dabei in den Kneipen bunt gemischt: von Irish Folk, über Heavy Metal bis hin zu Reggae: Alles war an diesem Abend dabei.

Und auch in die etwas entfernteren Kneipen konnten die Besucher am Samstag mühelos gelangen. Dank eines Shuttlebusses blieben die Bars vernetzt - und Musik gab es im Bus von Markus Wagner auch noch obendrauf. Das "Alte Backhaus" war dabei beliebter Anlaufpunkt.

Die Wirte organisieren selbst

"Es ist für Herzogenaurach schön, dass die Leute auf die Straße gehen", sagt Backhaus-Wirtin Nina Manzke. Der Charm des Kneipenfestivals "Sprink Break" sei auch, dass keine externe Agentur, sondern die Wirte selbst die Veranstaltung organisieren. "Es ist schön, dass die Leute sich kennen und alle rausgehen - ob jung oder alt", sagt Manzke weiter.

Ein Spruch, den Veranstalter Rissmann an diesem Abend oft hörte: "Da sieht man sich halt mal wieder!" Für ihn sei auch die Mischung aus Jung und Alt schön, dass alle zusammen tanzen und feiern. Am nächsten Tag kann er außerdem Fazit ziehen: Alles ist friedlich verlaufen, es gab keine Zwischenfälle.

Von der Metro in die Bar

Den harmonischen Charme des Festivals spürten die Besucher auch in der "espressovita". Dort spielte Mike Hempel mit Gitarre und Mundharmonika. Früher spielte er als Straßenmusiker in der Pariser Metro, am Samstag begeisterte er sein Publikum in der "espressovita". Mitsingen war da garantiert.

Der Charm der kleinen, engen Bars machte das Festival am Samstag aus: Mit viel Emotionalität und Individualität und sommerlichen Temperaturen - zumindest in den Kneipen.

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