Wachenroth

Sportler beleben den Bibelweg

Läufer und Nordic-Walker genießen die Natur des Reichen Ebrachgrunds rund um Wachenroth.
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Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (l.)  gab den Startschuss für den Lauf.    Foto: Yannick Hupfer
Bürgermeister Friedrich Gleitsmann (l.) gab den Startschuss für den Lauf. Foto: Yannick Hupfer
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Ein Weg, drei Kirchen: Der Bibelweg verläuft durch drei Kirchengemeinden. 2010 schlossen sich Maria und Kilian Mühlhausen, die Schlosskirche Weingartsgreuth und St. Gertrud Wachenroth zusammen, um einen rund 17 Kilometer langen Weg zu installieren. Sieben Jahre später startete dann der erste Bibelweglauf, der durch genau jene Gemeinden führt. "Wir dachten uns: Wir könnten für den Bibelweg einfach mal etwas machen", sagt Organisator Wolfgang Knorr. Die Strecke sei landschaftlich sehr schön, außerdem wollte man, dass der Weg nicht in Vergessenheit gerät.

Mit Erfolg: Am Donnerstag nahmen doppelt so viele Sportler beim Bibelweglauf teil wie noch vor zwei Jahren. "2017 war es noch mehr ein Probelauf", erklärte Knorr am Donnerstag. Man habe aber sehr viele positive Rückmeldungen bekommen und so war schnell klar, dass der Lauf auch in eine zweite Runde gehen wird. In diesem Jahr nahmen zum Tag der deutschen Einheit 60 Läufer teil, heuer liefen erstmalig auch 18 Nordic-Walker mit. "Das multipliziert sich dann", erklärte Knorr denn Effekt von Mundpropaganda. Man habe aktiv umliegende Vereine angesprochen, und so waren schnell Sportler aus Vorra, Burghaslach und vom TSV Jahn 07 Mühlhausen dabei. Die waren sogar gleich mit 18 Läufern am Start - Rekord in Wachenroth.

Der Lauf startet und endet an der Ebrachtalhalle. Während die Walker eine kleinere Strecke von sechs Kilometern zurücklegten, liefen die anderen Sportler 15 Kilometer. Im Inneren der Turnhalle in Wachenroth wurden sie dann mit selbst gemachten Kuchen und allerlei Getränken versorgt. Der jüngste Teilnehmer war dabei 18, die älteste Teilnehmerin fast 72 Jahre alt. "Laufsport kann man bis ins hohe Alter betreiben", erklärte Wolfgang Knorr, der auch selbst an vielen Läufen teilnimmt. Beim Bibelweglauf sei es ein Mix aus Vereins- und Hobbyläufern.

Zeitmessung selbst entwickelt

Dominik Krapp war als erster der Männer nach knapp einer Stunde im Ziel. Dicht hinter ihm: Thomas Zeh (Zweiter) und Jochen Alt (Dritter). Erste bei den Damen wurde Susanne Groß. Sie lief die 15 Kilometer in einer Stunde und 17 Minuten. Zweite bei den Damen wurde Gabi Bastian, dritte Geli Nehr. Beim Nordic-Walking war Martina Klein als erste nach 46 Minuten vor Katharina Czarnecki und Eveline Peters im Ziel.

Sie alle wurden durch Barcodes erfasst. "Das sind Eigenentwicklungen", erklärte Felix Knorr, der mit seinem Vater und weiteren Helfern den Lauf organisiert. Er hat das System entwickelt, nachdem die Organisatoren beim ersten Lauf zahlreiche Firmen angefragt hatten. Doch die seien zu teuer gewesen, für einen kleinen Lauf schlicht nicht machbar. "Deswegen haben wir gesagt: Wir machen es selbst", sagte Felix Knorr. Jeder Läufer bekommt dabei einen Barcode. Mit einem Scanner wird jeder von ihnen erfasst, der im Ziel einläuft - und natürlich dessen Zeit. "Innerhalb von Sekunden sind die Daten für die Läufer online dann einsehbar", erklärte Knorr. Technik trifft auf Sportler. Und die trafen am Donnerstag auf den schönen Reichen Ebrachgrund.

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