Höchstadt a. d. Aisch
Leichtathletik

Zusammen auf dem Weg nach oben

Die Sparkasse dem Top-Team LSC Höchstadt für die nächsten drei Jahre als Sponsor erhalten und weitet ihr finanzielles Engagement sogar aus.
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Die Sparkassen-Vertreter Reinhard Lugschi (l.), Thomas Pickel und Axel Geier (v. r.) verlängerten den Sponsoring-Vertrag mit dem Top-Team des LSC Höchstadt (v. l. Martin Grau, Alexander Bier, Niklas Buchholz, Markus Mönius, Brian Weisheit sowie Martin und Bernhard Weinländer) bis zum Jahr 2020. Es fehlen die LSC-Topläufer Marco Kürzdörfer, Tobias Budde, Christian Amon, Florian Lang, Theodor Schell, Alexander Barth, Zacharias Wedel, Thomas Himmer und Niklas Bühner. Foto: Johannes Höllein
Die Sparkassen-Vertreter Reinhard Lugschi (l.), Thomas Pickel und Axel Geier (v. r.) verlängerten den Sponsoring-Vertrag mit dem Top-Team des LSC Höchstadt (v. l. Martin Grau, Alexander Bier, Niklas Buchholz, Markus Mönius, Brian Weisheit sowie Martin und Bernhard Weinländer) bis zum Jahr 2020. Es fehlen die LSC-Topläufer Marco Kürzdörfer, Tobias Budde, Christian Amon, Florian Lang, Theodor Schell, Alexander Barth, Zacharias Wedel, Thomas Himmer und Niklas Bühner. Foto: Johannes Höllein
Wertschätzung, Planungssicherheit, Bodenständigkeit: Drei Schlagworte, die in der seit 2009 bestehenden Partnerschaft zwischen dem LSC Höchstadt und der Kreissparkasse Höchstadt Gewicht haben.

Wertschätzung deshalb, weil die Sparkassen-Oberen beeindruckt sind, was beim LSC geleistet wird: "Um diesen Sport auf solch einem Niveau an einem kleinen Standort zu betreiben, gehört viel dazu", sagt Vorstandsmitglied Reinhard Lugschi, der von Beginn an mit im Boot sitzt, bei der Verlängerung des Sponsoring-Vertrages.

Planungssicherheit, weil die Sparkasse Wort gehalten hat und das Engagement auch nach der Fusion mit Erlangen und Herzogenaurach weiterführt. Mehr noch: Das Geldhaus machte Nägel mit Köpfen, sicherte seine Unterstützung bis 2020 zu und wird künftig nicht nur das Top-Team des LSC unterstützen, sondern auch das jährliche Leichtathletik-Meeting in Höchstadt. "Spitzensport ist der Leuchtturm, der oft entscheidende Wirkung auf den Breitensport hat. Wir freuen uns, einen Verein aus dem Landkreis mit so starken Athleten fördern zu können", erklärt Lugschi, der 2015 in Nürnberg live dabei war, als LSC-Läufer Martin Grau deutscher Meister über 3000 Meter Hindernis wurde.

Bodenständigkeit, weil angesichts solcher Erfolge weder Verein noch Sponsor abheben, sondern versuchen, die bestehenden Bedingungen bestmöglich zu nutzen. Aus Sicht des LSC, heißt dies, heuer - wenn die DM wieder in Nürnberg ausgetragen wird - eine ganze Reihe an Sportlern ins Rennen zu schicken. "Hindernisläufer sind oft Einzelkämpfer, wir haben mit fünf Sportlern in diesem Bereich eine starke Zelle, sind wohl das größte Hindernis-Team Deutschlands und auch für die Staffeln breit aufgestellt", sagt Trainer Markus Mönius stolz.


Freunde, die sich anstacheln

Weil arrivierte LSC-Aushängeschilder wie Marco Kürzdörfer es trotz beruflicher Verpflichtungen noch immer wissen wollen und mit Alexander Bier (Eckental), Niklas Buchholz (Hemhofen), Brian Weisheit (Augsburg) sowie den Zwillingen Bernhard und Martin Weinländer (LAC Quelle Fürth) im Laufe der vergangenen zwei Jahre frisches Blut dazukam, besteht das Höchstadter Top-Team aus 15 Sportlern, die sich gegenseitig mitreißen und dazu allesamt befreundet sind.

Eine bunte Mannschaft aus Mittelstrecklern und Hindernisläufern, die neben dem spezifizierten Training mit festen Strukturen vor allem die familiäre Atmosphäre und den freundschaftlichen Umgang zu schätzen wissen, die sich der LSC Höchstadt trotz Konkurrenzkampf bewahrt hat. Und natürlich Mönius' Expertise.

Auf die will auch Martin Grau nicht verzichten, obwohl er nach Verletzungen und Rückschlägen in Absprache mit dem Trainer des Bundeskaders und seinem LSC-Coach, der jetzt eher als Mentor gefragt ist, inzwischen am Olympia-Stützpunkt in Erfurt wohnt und trainiert. "Der Tapetenwechsel war die richtige Entscheidung, wobei ich immer die Bedingung hatte, weiter für meinen Heimatverein zu starten," sagt Grau, der körperlich und mental auf dem besten Weg ist, das Level von 2015 zu erreichen und angriffslustig ist: "Ich will in Nürnberg wieder deutscher Meister werden und die EM-Norm von 8:34 Minuten angreifen. Mal sehen, was geht."


Die Nachfolge ist geregelt

Ein Erfolg ist dem Biengartner, der erst am Morgen des Sponsoren-Termins aus dem Trainingslager in Südafrika zurückkehrte, zu wünschen. Zumal die Europameisterschaft in Berlin im August dem 26-Jährigen die nächste große Bühne böte, um die wiedererlangte Stärke zu demonstrieren.

Potenzielle Herausforderer gibt es in den eigenen Reihen. Vor allem den Hemhofener Niklas Buchholz, der deutscher Hindernis-Meister der U20 ist und in dieser Altersklasse die Norm für die EM nur um sechs Zehntelsekunden verpasste. "Leider wurde er nicht nachnominiert, obwohl er in den Top Ten gelistet war. Aber das werden wir bestimmt nachholen. Vielleicht bei der U23-EM 2019", sag Mönius. Der Trainer hofft, dass die Sparkasse die finanzielle Unterstützung des LSC Höchstadt angesichts dieser Aussichten auch über 2020 hinaus aufrecht erhält.
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