Herzogenaurach
Leichtathletik

Zu alt gibt's nicht in Herzogenaurach

Bei den bayerischen Senioren-Meisterschaften zeigten die Teilnehmer Leistungen, mit denen sie sich vor jüngeren Athleten nicht zu verstecken brauchen.
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Dengler (links) übernimmt den Staffelstab von  Schatz. herzopress
Dengler (links) übernimmt den Staffelstab von Schatz. herzopress
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Die bayerischen Senioren-Meisterschaften des Bayerischen Leichtathletik-Verbands fanden 2019 in Herzogenaurach statt. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit den besten bayerischen Leichtathleten im Seniorenbereich (ab 30 Jahren).

Dabei waren auch die Leichtathleten des TSV Höchstadt mit Joachim Masatz (geb. 1951), Werner Dengler (1956), Rainer Scheckenbach und Karlheinz Schatz (beide 1955). Über die 400 Meter in der Altersklasse M60 traten Scheckenbach und Dengler an. Von den gemeldeten fünf Läufern gingen vier an den Start und Rainer Scheckenbach überquerte in 84,81 Sekunden als Vierter die Ziellinie. Dengler holte Bronze (76,64 Sekunden).

Masatz und die harten Jungs

Danach ging Joachim Masatz im Viererfeld der M65 ebenfalls auf die Stadionrunde. "Ich musste wieder feststellen, dass mir die Konkurrenz nicht wegstirbt", scherzte Masatz. Die "harten alten Jungs" seien einfach nicht kaputt zu kriegen. Im Schlussspurt wurde er in 71,63 Sekunden bayerischer Vizemeister . Anderthalb Stunden später lief Masatz die 800 Meter und holte in 2:56 Minuten Bronze. Mit der Endzeit war Masatz nicht ganz zufrieden. Die Beine seien vom Halbmarathon beim Weltkulturerbelauf in Bamberg etwas übersäuert gewesen.

In Bamberg waren vier Läufer des TSV Höchstadt den anspruchsvollen Halbmarathon mit wechselndem Untergrund und dem Anstieg zur Altenburg gelaufen. Als bester TSVler kam Florian Kessler auf Platz 505, gleichbedeutend mit Rang 74 in der M40 (1:42,50). Es folgte Masatz, der in der Altersklasse der 65- bis 69-Jährigen nur einen der 32 Konkurrenten an sich vorbeiließ (1:49,43). Es folgten Martina Schlund-Wagner (1:51,57; 8. der W45) und Andreas Mahr (1:54,51).

Gold für die TSV-Staffel

Zurück nach Herzogenaurach: Zum Schluss holten die Höchstadter noch Gold in der Staffel über 4x100 Meter in der M60. Zwar ohne Konkurrenz, aber in guten 65,92 Sekunden.

Für den LSC Höchstadt ging Karl Barth (1952) in mehreren Kategorien an den Start. Über die 400 Meter der M65 wurde er Vierter mit einer Zeit von 74,16 Sekunden. Dieselbe Platzierung erreichte er im Stabhochsprung (1,80 Meter).

Scheidt wird dreimal Zweiter

Ein Heimspiel hatte Willi Scheidt (1939) von der TS Herzogenaurach, einer der ältesten Teilnehmer (M80). Der inoffizielle Titel des "Dinosauriers" ging an Eduard Bscheid vom TSV Unterhaching, der 1932 geboren wurde, aber dann doch nicht an den Start ging. Scheidt zog seine drei Disziplinen durch und lief die 100 Meter in 16,13 Sekunden (2.), die 200 Meter in 34,06 (2.) und die Stadionrunde in 82,78 Sekunden.red



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