Herzogenaurach
Leichtathletik

Zahl-Tag: Gold in der Sandgrube

Der Herzogenauracher fühlte sich bei den heimischen Bezirksmeisterschaften nicht nur beim Weitsprung, sondern auch über die 110 Meter Hürden wohl.
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André Zahls Weitsprung wurde bei 6,46 Metern gemessen, das reichte ebenso wie seine 15,24 Sekunden über 110 Meter Hürden für Gold. Zudem holte der Herzogenauracher Bronze mit der Staffel.  Fotos: herzopress
André Zahls Weitsprung wurde bei 6,46 Metern gemessen, das reichte ebenso wie seine 15,24 Sekunden über 110 Meter Hürden für Gold. Zudem holte der Herzogenauracher Bronze mit der Staffel. Fotos: herzopress
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Wenn es um die mittelfränkischen Meisterschaften der Leichtathletik geht, ist auf die Turnerschaft Herzogenaurach (TSH) Verlass - sowohl in sportlicher als auch in organisatorischer Hinsicht. Zum wiederholten Mal fanden die Bezirkswettkämpfe auf dem Gelände in der Adalbert-Stifter-Straße statt, und die Gastgeber behielten neun Titel zu Hause.

"Die Veranstaltung ging reibungslos über die Bühne, obwohl wir mit über 1000 Starts von 430 Teilnehmern aus 38 Vereinen ein so großes Feld bei uns hatten wie noch nie", sagt Organisator und Trainer Peter Müller. Der stellvertretender Leichtathletik-Abteilungsleiter Manfred Schmidt zeigte sogar an seinem 60. Geburtstag volle Einsatzbereitschaft. "Er hat an seinem Runden den ganzen Tag geholfen, war als Kampfrichter für die Startaufstellungen verantwortlich", erklärt Müller.


Nico Kaufmair zwei Mal oben

Je zwei Goldmedaillen holten André Zahl und Nico Kaufmair. Zahl triumphierte über 110 Meter Hürden in 15,24 Sekunden und im Weitsprung, wo er bei 6,46 Metern landete. Dritter wurde hier der TSHler Lars Meschede (6,07 m). Zudem gewann er mit der 4x100-Meter-Staffel um Louis Mennerat, Timo Kaufmair und Niklas Hartmann hinter der LG Erlangen und dem LAC Quelle Fürth Bronze (43, 83 s). Nico Kaufmair verwies im Kugelstoßen (12,56 m) und Speerwurf (52,57 m) seinen TSH-Teamkollegen Marius Laib auf den zweiten Platz (11,57/50,64). Laib kam zudem im Hochsprung aufs unterste Treppchen (1,83 m). In dieser Disziplin gewann der Herzogenauracher Niklas Wiesener mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,89 Meter.


77 Hundertstel fehlten zur DM

Freude und Enttäuschung lagen bei den 400-Meter-Sprintern der U20 nah beieinander: Justus Santjer, Christopher Zahl, Tobias Reischl und Sebastian Oertel siegten in 3:32,97 Minuten, verpassten die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft in Nürnberg aber um 77 Hundertstel. Letzte Chance zur Erfüllung der Norm hat das TSH-Quartett bei der "Süddeutschen" in Erding in knapp zwei Wochen. Reuschl trat auch im Kugelstoßen an, wo er mit 11,03 Metern Dritter wurde. Patrick Hübschmann vom LSC Höchstadt feierte in der Altersklasse M12 über 75 Meter (10,63 s) und 60 Meter Hürden (10,61 s) einen Doppelsieg. Sein U20-Teamkollege Jakob Heubeck holte über 200 Meter Bronze (25,88 s).

Bei den Frauen, die mit 237 Teilnehmerinnen deutlich in der Überzahl waren, sammelten Katharina Struß für die TSH und Christina Schlee für Burghaslach je einmal Gold und Silber. Struß siegte kurz nach ihrer Babypause über 100 Meter Hürden in 15,81 Sekunden und musste sich im Weitsprung nur einer Konkurrentin geschlagen geben (5,42 m). "Ich habe sie erst ganz kurzfristig gemeldet", sagte Müller zum Überraschungserfolg. Schlee gewann über 200 Meter in 26,57 Sekunden und lief auf der halb so langen Distanz als Zweite über die Ziellinie (13,37 s).


Burghaslacher Nachwuchs glänzt

Weniger zufrieden war der Chefcoach mit dem eigenen Nachwuchs. Lediglich Chiara Ebner durfte sich eine goldene Plakette umhängen, die sie sich mit 10,53 Metern im Dreisprung der U18 verdiente. Silber gab es für Anne Lohmann über 100 Meter der U20 (12,80 s). Besser lief es für die Mädels des TSV Burghaslach: In der W15 landeten Sophia Rost über 100 Meter (13,01 s) und Lena Dietsch im Kugelstoßen (11,27 Meter) ganz vorne. In der W13 war Katharina Zink auf der doppelten Stadionrunde (2:43,84 Minuten) nicht zu schlagen.

Lediglich das Erreichen von Qualifikationsnormen, aber keine mittelfränkischen Meistertitel lag für einen Starter der LG Bamberg sowie für Teilnehmer aus Hessen und Thüringen im Bereich des Möglichen. "Leichtathleten von außerhalb des Bezirks können außer Konkurrenz mitmachen, wenn sie zum Beispiel dringend eine Norm knacken wollen.
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