Kemmern
Querläufer (193)

Wo ist die Form, zum Kuckuck?

Wer regelmäßig bei Laufveranstaltungen in der Region startet, der erlebt einiges auf, aber vor allem auch abseits der Strecke.
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Beim Kemmerner Kuckuckslauf wurde der Querläufer von den "Golden Girls" gefeiert. Foto: privat
Beim Kemmerner Kuckuckslauf wurde der Querläufer von den "Golden Girls" gefeiert. Foto: privat

Die Kemmerner Kuckucksläufer feiern ihr zehntes Jubiläum des gleichnamigen Laufes. Eine flache, schnelle Zwei-Kilometer-Runde, ideal für den letzten Formcheck. Die harten Hunde unter den Trainern empfehlen zwei Wochen nach dem Marathon einen Zehn-Kilometer-Lauf. Die neue Bestzeit ist quasi programmiert. Die Softies unter den Trainern bauen vier Wochen vor dem Marathon einen Zehn-Kilometer-Wettkampf ins Training ein. Was für einen Marathon gut ist, kann doch für einen Halbmarathon nicht schlecht sein, denkt sich der Querläufer mitten in der Vorbereitung auf den Halbmarathon in Amsterdam. Noch vier Wochen bis zum Start.

Das Training stimmt mich zufrieden. Regel Nummer 1 wird in der Ü50 immer wichtiger: "Gesund an der Startlinie stehen." Somit könnte ich zufrieden sein. Doch die Trainingszeiten lassen mich grübeln. Heute gibt es kein Sommer-Chill-Out. Gas geben und die Form testen, heißt die Devise. Angenehmes Wetter und viele Bekannte erwarten uns am Sportgelände des SC Kemmern. Das Teilnehmerfeld ist groß und so wird es auch genügend Raum für Positionskämpfe geben. Mit über 400 Startern hat sich die Veranstaltung zu einem Laufhighlight im Herbst entwickelt.

Ganz Kemmern ist auf den Beinen. Fünf Runden à zwei Kilometer sind zu absolvieren. Vorbei an der Cheerleader-Gruppe aus Litzendorf und einer Percussion-Band. Immer wieder Zuschauernester mit Rasseln, Kochtöpfen und Tröten. Weiter geht es zur Wasserstelle auf halber Runde.

Musik und sportbegeisterte Aborigines erwarten uns. Vorbei an den "Golden Girls". Mittlerweile ein Quintett. Fünf Damen mit goldenen Perücken, die jedes Jahr die Läufer enthusiastisch anfeuern. 200 Meter vor dem Start- und Zielbereich geben die Sambatrommler von "PAIXAO" den Lauftakt vor. Auf der Zielgeraden peitscht uns Cheforganisator Klaus Geuß in die nächste Runde.

Runde für Runde werde ich langsamer. Ein Blick auf meinen "Garmin" verrät es mir schon im Vorfeld: Es wird keine neue persönliche Bestzeit. Die Laufsaison war anscheinend doch sehr anstrengend für mich. Nach Amsterdam gibt es erst einmal eine Pause.

H ier meine fünf Tipps zum Laufen im Herbst:

Weniger Laufen, stattdessen einmal pro Woche Schwimmen.

Ohne Pulsmesser laufen.

Nichtstun: Die Schönwetterperioden "genusslaufen". Bei schlechtem Wetter pausieren.

Weniger Wettkämpfe: Dem Körper eine Ruhepause gönnen.

Defizite ausgleichen: Vermehrt Rumpfstabilisation und dehnen. Aber vor der Ruhe kommt der Amsterdam-Halbmarathon.

Run happy and smile!

Euer Querläufer



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