Handball

TSH und HSG siegen im Saisonfinale

Die TSH-Herren verteidigen im Saisonfinale der Bezirksoberliga Rang 4, Niederlindach klettert nach dem Sieg beim Meister in Bruck noch auf Platz 6.
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Die Herzogenauracher um Marco Jonas (Nr. 20) und Julian Hagen (Nr. 29)  verteidigten mit einer ordentlichen Leistung Tabellenplatz 4. Foto: Picturedreams
Die Herzogenauracher um Marco Jonas (Nr. 20) und Julian Hagen (Nr. 29) verteidigten mit einer ordentlichen Leistung Tabellenplatz 4. Foto: Picturedreams
Nachdem der FSV Erlangen-Bruck II bereits in der Vorwoche die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga gefeiert hatte, war das letzte Saisonspiel in der Handball-Bezirksoberliga gegen die HSG Erlangen/Niederlindach bedeutungslos. Doch die Kontrahenten lieferten sich einen spannenden Schlagabtausch, bei dem die Gäste mit einem Drei-Tore-Lauf durch Schmieding, Sackmann und Erhardt kurz vor Schluss doch noch die Führung übernahmen und den knappen Vorsprung in den verbleibenden 56 Sekunden über die Zeit retteten. Auch die Herren der TS Herzogenaurach zeigten sich noch einmal von ihrer besten Seite. In einer temporeichen Partie, in der es einige Aufreger gab, setzten sich die Gastgeber letztendlich deutlich gegen das Tabellenschlusslicht aus Winkelhaid durch und verteidigten den vierten Rang.


TS Herzogenaurach - TSV Winkelhaid 30:14

Nach einer kurzen Abtastphase setzten sich die Hausherren dank einer stabilen Abwehr und viel Zug zum Tor bis auf 7:4 ab (15.). Aufgrund einer sehr passiv aufgestellten Winkelhaider Verteidigung an der Sechs-Meter-Linie hatte die TSH immer wieder viel Platz, um ungestört abzuschließen, so dass der Vorsprung bis zur Halbzeitpause sogar bis auf 15:6 anwuchs und die Partie bereits entscheiden war.

Auch in der zweiten Halbzeit fielen kaum mehr Tore gegen die TSH als in der ersten. Die Schuhstädter behielten stets die Kontrolle über das Spiel, wenn auch nicht über ihre Nerven. So kam es in der 49. Minute nach einem Offensivfoul gegen den TSV zu einer kleinen, aber dennoch unnötigen Handgreiflichkeit, infolge derer Jörn Marks die Rote Karte sah und das Spielfeld verlassen musste. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte das Spiel aber fortgesetzt werden und endete nach einigen schönen Wurfkreationen der Herzogenauracher mit einem deutlichen Ergebnis.

"Wir haben für einen versöhnlichen Saisonausklang 60 Minuten ansehnlichem Handball geboten. Jeder Spieler durfte noch einmal Spielpraxis sammeln", resümierte Co-Trainer Thomas Josnik.
TSH: Mayer, Kammerer - Theiss(2), Hirning(4), Wayand(1), Wonner(4), Freund(3), Jonas(5), Marks(5), Schwandner(3), Hagen(3) - Kundmüller, Josnik, Freundl


TV Erlangen-Bruck II - HSG Erlangen/Niederlindach 27:28

Das Spiel startete relativ ausgeglichen. Die HSG fand auf die schnellen Tore der Brucker schnelle Antworten, Marco Loncar hielt sein Team im Spiel. Wie allzu oft wurde in der Abwehr jedoch nicht kräftig genug zugepackt. Der TV fand immer wieder Lücken und nutzte einen kleinen Durchhänger der Niederlindacher, um sich auf 14:9 abzusetzen. Doch die HSG mobilisierte alle Kräfte und kämpfte sich bis zur Pause wieder bis auf 15:13 heran.

In der Kabine forderte Trainer Walter Anheuer mehr Aggressivität in der Abwehr, mehr Geduld in der Offensive und mehr Mut im Eins-gegen-eins. Tatsächlich schaffte es die HSG, die Fehlerquote zu minimieren, mehr Druck aufzubauen und die Abwehr zu stabilisieren. Der Ausgleich ließ jedoch auf sich warten, weil einige freie Würfe liegen gelassen wurden. In einer hektischen Schlussphase gelang in der 58. Minute der Anschlusstreffer zum 27:26. Zwei letzte, gute einstudierte Angriffe und ein starker Robert Rödel zwischen den Pfosten der HSG ermöglichten dann die Überraschung gegen den Meister.

Trainer Anheuer, der dem Team eine positive Entwicklung bescheinigte, war nach dem Spiel zufrieden mit dem Saisonfinale: "Dafür, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, war es ein ordentliches und intensives Spiel. Bruck hat uns nichts geschenkt, wir haben aber bis zum Schluss gekämpft und uns belohnt. Schade, dass wir das in dieser Saison nicht öfter geschafft haben."
HSG: Hückel, Rödel - Gilg (1), Erhardt (2), Gumbert (1), Laubmann, L. Stübinger (5), Grübel, Willert (4), Schmieding (5/3), J. Stübinger (2), Loncar (6), Sackmann (2)
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