Herzogenaurach

TSH leistet kaum Gegenwehr

Dämpfer für die TS Herzogenaurach: Die Drittliga-Handballerinnen enttäuschen in Eddersheim und kassieren eine klare Niederlage.
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In allen Mannschaftsteilen leistete die TS Herzogenaurach beim Tabellenführer Eddersheim zu wenig Gegenwehr. Entsprechend klare Worte fand Trainer Andreas Ottlo (schwarze Jacke).  Foto: Archiv/Picturedreams
In allen Mannschaftsteilen leistete die TS Herzogenaurach beim Tabellenführer Eddersheim zu wenig Gegenwehr. Entsprechend klare Worte fand Trainer Andreas Ottlo (schwarze Jacke). Foto: Archiv/Picturedreams

"Sowohl vorne als auch hinten ging heute nichts", fasste Trainer Andreas Ottlo den ernüchternden Auftritt der TS Herzogenaurach zusammen. Bei der TSG 1888 Eddersheim verloren die Mittelfranken klar mit 19:30 (10:16).

3. Liga Ost, Frauen

TSG 1888 Eddersheim - TS Herzogenaurach 30:19

Die Herzogenauracher Mannschaft erwischte einen Tag zum Vergessen. In der Abwehr fehlten der TSH Kompaktheit und Schnelligkeit. Das nutzte die TSG und spielte ihre Stärken aus: Die Gastgeberinnen rissen Lücken im Herzogenauracher Abwehrverbund und zogen kompromisslos zum Tor. Dort gelang es auch den beiden Torhüterinnen Juliane Gerling und Milena Deppisch nicht mehr, die Torflut zu verhindern.

Die knapp 300 Zuschauer in der Sporthalle am Karl-Eckel-Weg sahen ein einseitiges Spiel, dass die Heimmannschaft von Anfang bis Ende im Griff hatte. Die Zweikämpfe verloren die Herzogenauracherinnen so häufig, dass Ottlo beim Stand von 12:6 für Eddersheim auf eine 6:0-Formation umstellte. Doch auch die defensivere Abwehrvariante brachte nicht den erwünschten Effekt. Der Tabellenführer ließ sich nicht beeindrucken und zog sein Spiel konsequent durch.

Aufgrund fehlender Ballgewinne kam das Tempospiel der TSH nur phasenweise zum Vorschein.

Schnell setzte sich Eddersheim ab, stellte von 5:3 (8.) auf 11:5 (20.) und sorgte mit dem 16:8 (28.) schon für die Vorentscheidung. Jana Lichtscheidel und Laura Brockschmidt brachten die Turnerschaft zur Pause aber immerhin auf sechs Tore heran (16:10).

Eddersheim lässt nicht nach

In der Kabine nahm sich die TSH vor, die zweite Hälfte ausgeglichener zu gestalten. Doch mit drei schnellen Toren erstickte Eddersheim alle Hoffnungen der Gäste (19:10, 33.). Besonders Hanna Özer war nun nicht mehr zu stoppen. Zehn Tore erzielte die Drittliga-Topscorerin und setzte zudem ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene.

Die TSG dominierte das Geschehen, Herzogenaurach fehlten die Mittel. Immer wieder trafen die Herzogenauracherinnen falsche Entscheidungen und fabrizierten zudem viele technische Fehler. Und dann stand mit Lisa Brennigke eine Torfrau im Eddersheimer Kasten, die den Mittelfranken schon im Hinspiel den Schneid abkaufte.

Lediglich drei Tore gelangen den Mittelfranken in den zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Spätestens als Lena Thoß auf 24:13 für Eddersheim erhöhte (42.), war die Partie gelaufen. Die momentan beste Mannschaft der dritten Liga hielt den Elf-Tore-Vorsprung bis zur Schlusssirene und gewann verdient mit 30:19.

Die Leistung der TSH gab keinen Anlass zur Freude. Kreisläuferin Kristin Lang nahm dennoch etwas Positives mit: "Unsere mitgereisten Fans waren wieder einmal die lautesten, das war gut." Weiter geht es für die TSH am Sonntag. Dann gastiert das Schlusslicht SV Union Halle-Neustadt in Herzogenaurach.

TS Herzogenaurach: Deppisch, Gerling - Probst (6 Tore), Luber (1), Quetsch, Hopp (1), Brockschmidt (4), Lichtscheidel (2), Lang (4), Theobald, Neumann (1)

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