Herzogenaurach
Handball

TSH kann die Faschingsstimmung in Mainz nicht trüben

Ohne Punkte im Gepäck mussten die Herzogenauracher Drittligadamen die Heimfahrt aus Mainz antreten.
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Linkshänderin Saskia Probst verletzte sich im Abschlusstraining und wurde beim Spiel in Mainz schmerzlich vermisst. Foto: herzopress/Archiv
Linkshänderin Saskia Probst verletzte sich im Abschlusstraining und wurde beim Spiel in Mainz schmerzlich vermisst. Foto: herzopress/Archiv

In einem zunächst umkämpften Spiel setzte sich die Heimmannschaft Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend ab und siegte am Ende deutlich. Das in den vorangegangenen Begegnungen überragende Tempospiel setzte die Turnerschaft dieses Mal nicht entscheidend um. Im Gegenzug waren es die Mainzer, die immer wieder mit Gegenstößen und einer diszipliniert gespielten zweiten Welle gute Torchancen herausspielten.

3. Liga Ost: 1. FSV Mainz 05 II - TS Herzogenaurach 28:22

Im Vorfeld der Partie hatte TSH-Trainer René Friedrich ein Spiel auf Augenhöhe erwartet, in dem sich letztendlich die Mannschaft mit den besseren personellen Ressourcen durchsetzen würde. Er sollte mit seiner Prognose recht behalten - jedoch anders als erhofft. Während die TSH zuvor immer in der Lage gewesen war, Ausfälle zu kompensieren, wurde am Samstag vor allem das Fehlen der beiden Linkshänderinnen Saskia Probst (Verletzung im Abschlusstraining) und Tanja Küffner (beruflich verhindert) offenkundig.

Die TSH startete trotzdem zuversichtlich in die Partie und erzielte durch Sarah Stephan das erste Tor. Doch Mainz machte von Beginn an klar, dass die Punkte in der heimischen Halle bleiben sollten. Mit einem 4:0-Lauf setzte sich der FSV nach zehn Minuten auf 7:3 ab. Die Herzogenauracherinnen steckten aber nicht auf und kämpften sich zurück. Nach dem 10:10 (18.) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeberinnen immer wieder in Führung gingen. Die TSH war bemüht, den Abstand nicht zu groß werden zu lassen, der Augleich in der 23. Minute sollte der letzte im Duell der Aufsteiger bleiben. Bis zum Pausenpfiff erspielten sich die Mainzer erneut die Führung und schickten die TSH mit 15:13 in die Kabine.

Ohne Druck und Geduld

Während die Damen von der Aurach im weiteren Verlauf des Spiels verzweifelt versuchten, den Abstand zu verkürzen, waren es die "Meenzer Dynamites", die Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel an sich rissen und entscheidend davonzogen. Der Positionsangriff der Herzogenauracherinnen agierte zu drucklos und spielte seine Chancen nicht geduldig heraus. Und auch im Torabschluss scheiterte die TSH häufig an der gegnerischen Torhüterin Leonie Moormann. Trainer René Friedrich konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: "Der Gegner war sehr gut auf uns eingestellt und stand kompakt. Wir haben zu schnell und zu oft den Ball hergegeben und Mainz im Gegenzug zu leichten Toren kommen lassen."

Die Niederlage ist für Herzogenaurach jedoch kein Grund zur Sorge. Mit 8:6-Punkten befindet sich die TSH weiter im gesicherten Mittelfeld. Doch in den kommenden Wochen wartet ein schweres Programm auf die Mittelfränkinnen. Bevor sie sich Anfang Dezember erneut auf den Weg nach Mainz (SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim) machen, ist mit der HSG Kleenheim-Langgöns der ungeschlagene Tabellenzweite zu Gast an der Aurach. Linkshänderin Saskia Probst ist aber zuversichtlich: "Heute hat Mainz verdient gewonnen, doch wenn wir komplett und alle fit sind, können wir jeden Gegner schlagen, vor allem zuhause." TSH: Ebersberger, Gerling - Stephan (5), Egle (2), Wedrich (2/2), Bestle (1), Schneidereit, Brockschmidt (6), Lang (2), Merz (2), Theobald (2), Heckel, Neumann (2)

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