Herzogenaurach

TSH kämpft sich zum Heimsieg

Die Handballerinnen der TS Herzogenaurach haben den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Gegen die favorisierte HSG Gedern/Nidda leisteten sich die Gastgeberinnen kaum eine Schwächephase.
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Stefanie Hopp (am Ball) war von den Gästen nicht in den Griff zu kriegen. Neun Tore erzielte die Rückraumspielerin der TSH. Foto: Picturedreams
Stefanie Hopp (am Ball) war von den Gästen nicht in den Griff zu kriegen. Neun Tore erzielte die Rückraumspielerin der TSH. Foto: Picturedreams

Mit 31:27 (14:11) haben die Drittliga-Handballerinnen der TS Herzogenaurach am Samstagabend dem ehemaligen Zweitligisten HSG Gedern/Nidda beide Punkte abgerungen und den ersten Heimsieg der Saison eingefahren.

3. Liga Ost

TS Herzogenaurach - HSG Gedern/Nidda 31:27

Oft hatte das Team von Andreas Ottlo gegen ähnlich starke Teams vor eigenem Publikum zwar gut mitgehalten, war dann aber mental und technisch nicht stark genug, um einen Sieg einzutüten. Diese Fehler wurden am Samstag auf ein Minimum reduziert und gerade in den heiklen Phasen zeigten die Herzogenauracherinnen Stehvermögen.

Vom Anpfiff weg war die TSH hellwach. Die spielstarken Gäste gingen zwar zunächst in Front (2:3), doch bis zur Halbzeit übernahmen die Herzogenauracherinnen die Kontrolle: Über 5:3 und 7:5 (12.) erspielte die TSH sieben Minuten vor der Pause einen 13:8-Vorsprung. In einem durchweg bestens funktionierenden Team waren es in den ersten 30 Minuten vor allem Torhüterin Milena Deppisch und die wurfstarke Laura Brockschmidt, die Gedern vor Probleme stellten. Was Deppisch vor dem Seitenwechsel an Großchancen der Gäste zunichte machte, war herausragend und maßgeblich für den Drei-Tore-Vorsprung zur Pause verantwortlich.

Mit so viel Gegenwehr hatte die HSG wohl nicht gerechnet, denn sie versäumten es, ihre spielerischen Stärken auszuspielen, sondern versuchten mit Härte zu beeindrucken. Doch auch hier hielt die Heimmannschaft dagegen, und so folgte ab Mitte der ersten Halbzeit eine Flut an Zeitstrafen und Siebenmetern. Zwar lief das Spiel nie aus dem Ruder, doch durch die strenge Linie der Schiedsrichter wurde es lange Zeit sehr hektisch auf dem Feld: Acht Strafwürfe für die TSH, zehn für die Gäste. Acht Zeitstrafen gegen die Gastgeberinnen, sieben gegen die HSG.

Im zweiten Abschnitt hatten sich die Gäste besser auf Deppisch im Tor eingestellt. Doch sie und Vertreterin Juliane Gerling gaben ihrem Team trotzdem mehr Rückhalt als Anne Heß im HSG-Tor, die nie ins Spiel fand.

Es wurde nun die Halbzeit von Jana Lichtscheidel und Laila Schneidereit, nachdem Abwehrchefin Kristin Lang mit zwei frühen Zeitstrafen rotgefährdet lange auf der Bank saß. Lisa Neumann spielte in der Abwehr sehr stark gegen Sabine Kaiser, die Starspielerin der Gäste, und nahm damit den Angriffsmotor der Hessinnen aus dem Spiel.

Zwei Spielerinnen überstrahlten aber sogar noch den Rest des Teams: Saskia Probst brachten die Gäste 60 Minuten lang nicht unter Kontrolle und Stefanie Hopp zeigte eine herausragende Leistung. Der so lange verletzte Neuzugang explodierte förmlich vor und im Deckungsverbund der Gäste, erzielte neun Tore.

Die TSH hielt ab dem ersten Gleichstand der zweiten Halbzeit (16:16, 38. ) leidenschaftlich dagegen und steckte selbst einen 21:23-Rückstand 13 Minuten vor dem Ende weg, was der Mannschaft nach dem Abpfiff stehende Ovationen der 170 Zuschauer einbrachte.

Andreas Ottlo sagte nach dem Spiel: "Nach nervösem Beginn haben wir gut ins Spiel gefunden und konnten den starken Gegner vor Probleme stellen. Die begeisternde Art, wie die Mädels den Fight angenommen haben, bestätigt, dass der Teamgeist intakt ist." vs

TSH: Deppisch, Gerling - Luber (1), Quetsch, Hopp (9), Brockschmidt (5/2), Probst (7/1), Schneidereit (1), Lichtscheidel (4/3), Lang (1), Sandner, Theobald (1), Neumann (2)

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