Herzogenaurach
Handball

TSH-Handballerinnen fehlt im ersten Spiel der Zugriff

Zum Auftakt in die Drittligasaison muss die TS Herzogenaurach eine Niederlage gegen den Thüringer HC II hinnehmen.
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Laila Schneidereit und ihre TSH-Handballerinnen gingen am ersten Spieltag leer aus. Foto: Sportfoto Zink
Laila Schneidereit und ihre TSH-Handballerinnen gingen am ersten Spieltag leer aus. Foto: Sportfoto Zink

HerzogenaurachDie Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach mussten am ersten Spieltag dem Thüringer HC II die Punkte überlassen. Nach starkem Herzogenauracher Beginn kamen die Gäste immer besser ins Spiel und holten sich einen am Ende ungefährdeten 27:22-Sieg.

3. Liga Ost

TS Herzogenaurach - Thüringer HC II 22:27

Herzogenaurach nahm viel Schwung mit in die Partie und führte nach fünf Spielminuten mit 3:0. Doch die jungen Erfurterinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und blieben mit Toren der österreichischen Nationalspielerin Klara Schlegel dran.

Beim Stand von 5:2 begannen dann auch die anderen Thüringerinnen Tore zu erzielen und mit einem 4:0-Lauf übernahm der THC II die Führung. In dieser Phase des Spiels bissen sich die Herzogenauracherinnen an der gegnerischen Torfrau Greta Köster die Zähne aus. Nicht nur parierte sie in der zwölften Minute einen Siebenmeter von Laura Brockschmidt, auch viele Würfe aus dem Positionsspiel heraus landeten in ihren Händen.

Während der THC II weiter konsequent seine Angriffe ausspielte, verzettelten sich die Herzogenauracher Spielerinnen zu häufig im Eins-gegen-eins und trafen gegen die clever deckenden Gäste die falschen Entscheidungen. Unsaubere Pässe und unplatzierte Würfe nutzte der THC II für einfache Tore über den Gegenstoß. Zwar wehrte die Herzogenauracher Torhüterin Milena Deppisch einige freie Würfe ab, doch zur Pause stand es 9:14.

Laura Brockschmidt erzielte nach dem Wechsel den Anschlusstreffer zum 10:14. Doch zum Leidwesen der 260 Zuschauer pflückten die blitzschnell zurücklaufenden Thüringerinnen die nächsten beiden Gegenstoßpässe herunter. So musste die TSH weiter einem Vier-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Auch die Umstellung auf verschiedene Abwehrsysteme brachte nicht den gewünschten Effekt. Das bessere Kollektiv gewann gegen ein phasenweise ideenlos spielendes Herzogenauracher Team.

Dementsprechend nüchtern fiel das Fazit von TSH-Trainer Hans-Jürgen Kästl aus: "Wir haben im Angriff zu viele unglückliche Entscheidungen getroffen und der THC II im Gegenzug simple Tore gemacht. Gerade diese einfachen Treffer haben uns gefehlt. Wir haben unermüdlich gearbeitet, aber zu wenig Ertrag herausgezogen. Am Ende schwindet dann das Selbstvertrauen und die letzte Überzeugung."

Viel Zeit bleibt den Herzogenaurachern nicht, um einen neuen Matchplan aufzustellen. Am Samstag sind sie zu Gast bei Zweitligaabsteiger HSG Gedern/Nidda.

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