Herzogenaurach
Handball

TSH hält sich dank Derbysieg weiter schadlos

Die Aufstiegsmission der TS Herzogenaurach geht mit einem Sieg gegen Niederlindach II weiter.
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Florian Schmidt (am Ball) steuerte drei Treffer zum Sieg der TSH bei. Foto: Picturedreams
Florian Schmidt (am Ball) steuerte drei Treffer zum Sieg der TSH bei. Foto: Picturedreams

Nach einer holprigen ersten Halbzeit setzten sich die Bezirksliga-Handballer der TS Herzogenaurach dann doch erwartet souverän gegen die HSG Erlangen/Niederlindach II durch. Im Derby wurde es immer wieder hitzig, doch das Ergenis fiel mit 39:27 deutlich aus. Damit bleiben die Herzogenauracher Spitzenreiter mit sechs Siegen aus sechs Spielen.

Bezirksliga West Ostbayern

TS Herzogenaurach - HSG Erl./Niederlindach 39:27

Im Vorfeld war den TS-Handballern schon klar, dass sie sich auf einen harten Kampf einstellen müssen. Die Begegnung begann temporeich: Längeres Aufbauspiel gab es nicht und beide Mannschaften suchten schnell den Abschluss. Auf beiden Seiten wurde allerdings die Abwehr etwas vernachlässigt. Nach nur neun Minuten stand es bereits 8:5 für die Hausherren, die etwas effizienter in ihren Abschlüssen waren und durch abgefangene Pässe mehrere Gegenstoßtore erzielten. Besonders Routinier Ingo Kundmüller zeigte sich sehr abschlussstark.

Es kam jedoch auch aufgrund des mitgereisten Niederlindacher Anhangs zusehends Hektik und zusätzliches Feuer ins Spiel. Durch die Unruhe gelang es den Gästen, sich nach zwischenzeitlich vier Treffern Rückstand wieder zurück zu kämpfen und bis zur 25. Minute auszugleichen (15:15). Den Gastgebern war etwas die Verunsicherung anzumerken, so dass Trainer Norbert Münch eine Auszeit nahm, um vor allem die Defensive in die Pflicht zu nehmen und die Mannschaft aufzuwecken. Diese Maßnahme fruchtete direkt: Die TSH ging die verbliebenen Minuten der ersten Hälfte höchstmotiviert an und erkämpfte sich eine 18:16-Führung bis zum Halbzeitpfiff.

In der Kabinenansprache wurden auch die Torhüter in die Pflicht genommen, die nicht an die starken Leistungen der laufenden Saison anknüpften. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten gelang es den Herzogenaurachern, genau diese Punkte umzusetzen und die Kontrolle über die Partie zu erhalten. In der 38. Minute platzte der Knoten: Moritz Langer parierte im Tor einige Würfe hintereinander, auch weil die Abwehr aggressiver spielte und den Gegner zu weniger Hochkarätern kommen ließ. Über die verbesserte Defensivleistung konnte im Umschaltspiel nun ein höheres Tempo gegangen werden, was zu einfachen, schnellen Treffern führte. Zwischen der 38. und der 47. Minute wurde der Vorsprung von drei auf acht Tore ausgebaut (30:22) und die Partie war durch diesen Zwischenspurt entschieden.

Erwähnenswert ist die Leistung von Alexander Hablowetz, der auf Linksaußen neun seiner insgesamt zehn Treffer in der zweiten Hälfte erzielte und durch die sehr sichere Wurfquote maßgeblich zum deutlichen Sieg beitrug. In den letzten zehn Spielminuten wechselten die Hausherren kräftig durch und ließen alle Spieler zum Einsatz kommen, was aber keinen Leistungseinbruch zur Folge hatte.

Trainer Norbert Münch zeigte sich nach der Partie erleichtert: "Die Niederlindacher kommen über den Kampf und da müssen wir dagegenhalten, das wussten wir, konnten das in der ersten Hälfte aber nicht wirklich abrufen. Wir haben uns eigentlich eher durch unsere individuelle Klasse mit einem kleinen Vorsprung in die Pause gerettet. Ich habe aber den Glauben nie verloren, dass wir uns handballerisch am Ende durchsetzen werden. Nächste Woche erwartet uns wohl auch eher ein Kampfspiel auswärts in Wackersdorf, aber ich bleibe optimistisch, wenn wir an unsere zweite Halbzeit von heute anknüpfen können."

TSH: Docter, Langer - Theiss, Hirning (6/3), Hablowetz (10), Kares (1), Schmidt (3), Wonner (5), T. Wayand, Kundmüller (11/2), Hagen (3), Ardiles, Sieber

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