Herzogenaurach
Handball

TSH-Frauen verbauen sich Chance auf Erfolg

Die TS Herzogenaurach leistet sich gegen die SC Markranstädt zu viele Fehler und ist gerade in der zweiten Halbzeit chancenlos.
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Fehlenden Kampfgeist konnte man den TSH-Damen (in Rot) nicht vorwerfen, doch die Bälle landeten meist bei den Gästen aus Markranstädt. Foto: Picturedreams
Fehlenden Kampfgeist konnte man den TSH-Damen (in Rot) nicht vorwerfen, doch die Bälle landeten meist bei den Gästen aus Markranstädt. Foto: Picturedreams

Da hatten sich die Drittliga-Handballerinnen der TS Herzogenaurach doch etwas mehr erhofft: Mit 26:32 (14:18) unterlagen sie in eigener Halle vor über 200 Zuschauern gegen den SC Markranstädt auch in der Höhe verdient.

3. Liga Ost

TS Herzogenaurach - SC Markranstädt 26:32

Die Gastgeberinnen waren nur in 20 Minuten der ersten Halbzeit auf Augenhöhe mit dem abgeklärten Gegner. In der Abwehr lautete die klare Maßgabe eigentlich, gegnerische Erfolge durch Doppeln der Ballbesitzerin zu unterbinden. Das aber gelang nicht sehr effektiv. In der Offensive ließ man sich von dem selten unfairen, aber knochenharten Zupacken der SC-Spielerinnen den Schneid abkaufen. Speziell Lara Seidel und Nele Mertens brachten sich mit schnellen und konsequenten Durchbrüchen entweder selbst in Wurfposition oder aber fanden mit ihren Pässen aus der Bedrängnis immer wieder die Kreisläufer. Im Duell zweier wurfstarker Rückraumschützinnen war Henriette Dreier (10 Tore) gegenüber Laura Brockschmidt (5) nicht nur in der Körpergröße deutlich überlegen, sondern wurde auch nie so entschlossen angegriffen wie die Herzogenauracherin. Dass Dreier vier Freiwürfe auf Ansage des Trainers und völlig ohne Gegenwehr versenken durfte, lässt die Halbherzigkeit in der Defensivarbeit erahnen.

Immerhin fand der SC in der ersten und zweiten Welle kaum statt, da die Gastgeberinnen läuferische Schwerstarbeit leisteten. Gravierend waren aber die Anzahl der Ballverluste und das fehlende Glück der TSH: Bei fünf Gegentoren sprangen den Gästen abgewehrte Bälle freistehend in die Hände zurück. So fanden auch beide Torfrauen Milena Deppisch und Juliane Gerling nie ins Spiel.

Anfangs sah es nicht nach dieser Deutlichkeit aus, obwohl schon da die Gastgeberinnen für ihre Treffer deutlich mehr Aufwand betreiben mussten. Über 6:7 (14.) und 13:15 (27.) durfte man durchaus auf einen Erfolg hoffen. Aber die Leichtigkeit, mitder Markranstädt seine Treffer erzielte, zeigte schon, dass die TSH nach dem Wechsel nur mit entschieden mehr Stabilität die Gäste noch in Verlegenheit bringen konnte. Das gelang nicht und TSH-Trainer Anderas Ottlo gab seinen Nachwuchsspielerinnen Einsatzzeiten, was diese durchaus nutzten.

"Wir haben einfach viel zu viele Zweikämpfe verloren, obwohl uns die Vorgehensweise des SC bekannt war. Auch die vielen Ballverluste, entweder durch Fehlwürfe oder auch einfachste Fehlpässe, haben nicht zur Sicherheit beigetragen", sagte Ottlo. Auch Lisa Neumann und Stefanie Hopp war die Enttäuschung über die verschenkten Bälle anzumerken: "So kann man diesen abgeklärten Gegner nicht bezwingen."red

TSH: Deppisch, Gerling - Luber, Quetsch (1), Hopp (3), Heinrich (1), Brockschmidt (5/1), Probst (4), Schneidereit (1), Lichtscheidel (5), Lang (1), Sandner, Theobald (2) und Neumann (3)

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