Herzogenaurach
Handball

TSH-Damen verlieren den Faden

40 starke Minuten waren nicht genug: Herzogenaurach verliert in der 3. Bundesliga erneut gegen den TSV Kandel.
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TSH-Rückraumakteurin Lisa Neumann beim Torwurf im Hinspiel,  doch auch das Rückspiel gegen Kandel ging verloren.  Picturedreams/Archiv
TSH-Rückraumakteurin Lisa Neumann beim Torwurf im Hinspiel, doch auch das Rückspiel gegen Kandel ging verloren. Picturedreams/Archiv
Mit 24:26 haben die Handballerinnen der TS Herzogenaurach am Samstag ein auch selbst ernanntes Vier-Punkte-Spiel in der 3. Bundesliga beim TSV Kandel verloren.

TSV Kandel - TS Herzogenaurach 26:24
Das Watzinger-Team ging beim heimstarken TSV nach vorzüglichen 30 Minuten sogar mit vier Treffern Vorsprung in die Kabine (15:11). Was im zweiten Abschnitt folgte, waren nur schwer zu erklärende Schwächen.

Aber der Reihe nach: Die TSH zeigte sich zunächst hellwach, lag in der ersten Halbzeit fast ständig in Front und konnte mit einer stabilen Abwehrarbeit die ebenfalls abstiegsgefährdeten Gastgeberinnen enorm in Verlegenheit bringen. Die Verletzung von Nina Bestle, die sich einen Finger ausgekugelt hatte und erst in der Endphase versuchte, die Abwehr zu stabilisieren, konnten die Gäste mit Steffi Mittasch zunächst noch kompensieren. Dass man sogar einen Strafwurf vergab (23.), fiel noch nicht ins Gewicht, zumal Martina Ebersberger im Tor ihrerseits einen solchen abwehrte. Andererseits deutete sich da schon an, dass Herzogenaurach in der Offensive einfach nicht ausgeglichen besetzt war, da echte Torgefahr fast nur von der jüngsten im Team, Laura Wedrich, sowie Kreisläuferin Kristin Lang eingebracht wurde.

Nicht erst hier vermisste man die hilfreichen Tore der einst überragenden Flügelzange Probst und Stephan, wohlwissend, dass die in der Bayernliga traumhaften Gegenstöße in dieser Form in der 3. Bundesliga natürlich extrem schwierig sind durchzubringen. Auch stimmt es bezüglich der weiteren Aufgaben bedenklich, wenn die Rückraum- Torgefahr nach dem Ausfall von Jana Lichtscheidel fast nur von einer Akteurin ausgeht.


Schwache Siebenmeter-Ausbeute

Als Kandel nach dem Wiederanpfiff mit harten Bandagen zur Sache ging und in nur sieben Minuten den eigenen 12:16-Rückstand zur 21:20-Führung (43.) ummünzte, zeichnete sich ab, dass die Gäste nicht nur ihre Linie und das Selbstvertrauen zu verlieren begannen. Zwar legten die Schiedsrichter hinsichtlich unzulässiger Härte beiderseits die gleichen strengen Maßstäbe mit einem folgenden Siebenmeter-Festival an, doch gerade in der Endphase gab dies den mitentscheidenden Ausschlag: Kandel verwandelte alle späteren acht Strafwürfe, während die TSH solche vergab.

"Es ist ärgerlich, dass wir uns nach rund 40 starken Minuten am Ende erneut selber um zwei an sich verdiente Punkte gebracht haben und die Big Points wieder nicht nutzen konnten", sagte TS-Trainer Klaus Watzinger nach dem Spiel.
TS Herzogenaurach: Gerling, Ebersberger im Tor - Stephan (2), Wedrich (12/8), Bestle (1), Probst (1), Schneidereit, Lang (3), Erdmann, Theobald, Küffner (3/1), Mittasch (1), Neumann (1)
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